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Kein Kolleg ist akut in Gefahr

Kein Kolleg ist akut in Gefahr

Kreis Aachen. Neun Berufskollegs an zehn Standorten in Stadt und Kreis Aachen, rund 18.000 Schüler, ein Haushaltsvolumen von 17 Millionen Euro jährlich: Das sind die Kennzahlen für den „Schulverband in der Städteregion Aachen”.

An ihn haben Stadt und Kreis zum 1. September ihre Kollegs abgegeben. Ziel der Fusion ist es, die Qualität der beruflichen Bildung zu erhalten und Synergieeffekte (also: Kostensenkung) zu erzielen. Etwa durch Vermeidung von Doppelangeboten oder bessere Ausnutzung vorhandener Kapazitäten bei der Ausstattung.

Eine Menge Arbeit wartet also auf die sechs Beschäftigten des Schulverbandes. Norbert Geier, Elsbeth Knuben und Silvia Rodermanns kommen vom Kreisschulamt.

Die drei „Städter” hatten bislang nichts mit Schulen zu tun: Verwaltungsleiterin Ellen Wirtz und Claudia Schruff waren im Sozial-, Nico Kosanke im Ausländeramt.

„Wir mussten uns natürlich erst zusammenraufen, aber das ging schnell”, sagt Wirtz. Vielleicht auch wegen der räumlichen Entfernung zu den „Mutterhäusern”, meint sie.

Bis zum Umzug in den Erweiterungsbau des Kreishauses Anfang Februar residieren die sechs nämlich etwas abseits - im Gewerbegebiet Aachener Kreuz.

Die ersten Wochen standen im Zeichen einer Bestandsaufnahme. „Wir haben uns erst mal angeschaut, was bisher wie in Stadt und Kreis gemacht wurde. Jetzt versuchen wir, das Positive von beiden Seiten in das Neue zu integrieren”, sagt Wirtz.

So konnten die Stadt-Kollegs bisher frei über ihre Budgets verfügen, wurden auch nicht mehr kontrolliert, während die Kreis-Kollegs zwar ein eigenes Budget hatten, die Abwicklung (und damit Kontrolle) aber über den Kreis erfolgte.

Ab Januar gilt für alle: Eigenverantwortung mit Kontrolle. Darauf hat man sich im Einvernehmen mit den Schulleitern geeinigt, sagt Wirtz. Die will sie auch künftig eng einbinden, vor allem beim Schulentwicklungsplan, der Anfang 2006 stehen soll.

Denn da geht es um die Verteilung von Bildungsgängen auf die Schulen und damit um Standortfragen. Wobei Wirtz schon jetzt sagt: An die Schließung von Schulstandorten sei nicht zu denken.