Eschweiler: Keimzellen späterer Städte

Eschweiler: Keimzellen späterer Städte

Die deutschen Herrscher des Mittelalters regierten nicht von einem zentralen Punkt aus, sondern bereisten mit ihrem umfangreichen Hofstaat die einzelnen Reichsteile, um vor Ort ihren politischen und repräsentativen Aufgaben nachzukommen.

In einem gemeinsamen Vortrag von Eschweiler Geschichtsverein und der Volkshochschule werden am Donnerstag, 13. Februar, solche Orte vorgestellt — und zwar die Burgen und Pfalzen der Staufer. Dort, wo Könige und Kaiser samt Gefolge sich für eine gewisse Zeit niederließen, mussten geeignete Baulichkeiten zur Verfügung stehen.

Vom 8. bis zum 12. Jahrhundert entstand so ein Netz kaiserlicher Großbauten. Die Blütezeit dieser umfangreichen Bautätigkeiten lag in der Epoche der Staufer, deren Ära im Jahr 1138 begann und 1250 endete. Ältere Anlagen aus der Zeit der Karolinger, Ottonen und Salier wurden damals modernisiert. Manche dieser Pfalzen waren Keimstätten später bedeutender Städte.

Der Bauschmuck der repräsentativen Teile (Kaisersäle, Pfalzkapellen) zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Hinterlassen-schaften der Zeit und prägte die gesamte nichtsakrale Architektur des hohen Mittelalters auch noch nach dem Ende der Stauferzeit.

Der Eschweiler Historiker Armin Meißner stellt in seinem Vortrag diese Burgen und Pfalzen vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Talbahnhof. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erteilt die Volkshochschule unter Telefon 70270.

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