Eschweiler: Kassenärztlicher Notdienst: Bürgermeister bei Sitzung in Düsseldorf

Eschweiler: Kassenärztlicher Notdienst: Bürgermeister bei Sitzung in Düsseldorf

Bleibt die MQN-Praxis am Krankenhaus doch bestehen? Diese Frage beschäftigt seit Oktober 2014 Politiker, die Verwaltung, Mitarbeiter der Praxis und des St.-Antonius-Hospitals und Bürger gleichermaßen. Nach dem großen Aufschrei in den vergangenen Monaten ist Bewegung in das Thema gekommen.

So hat die Ärztekammer die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) abgelehnt. In dieser Woche gab es eine gemeinsame Veranstaltung von KVNO und Ärztekammer, bei der rund 150 Landräte, Bürgermeister und weitere Repräsentanten der Kommunalpolitik über den Sachstand informiert wurden. Bürgermeister Rudi Bertram und Kämmerer Stefan Kaever waren in Düsseldorf dabei.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Informationsveranstaltung: Die von der KVNO gefassten Beschlüsse sind nach wie vor gültig. Ende Juni wird es jedoch eine weitere Vertreterversammlung der KV geben, bei der sich der KVNO-Vorsitzende Dr. Peter Potthoff das Votum holen will, wieder Gespräche mit der Ärztekammer zu führen. Künftig sollen auch die kommunalen Verbände im Boot sein.

Positive Signale

Rudi Bertram begrüßt grundsätzlich, dass die Verbände zumindest angehört werden, warnt jedoch auch. Eine Beteiligung der kommunalen Verbände dürfe nicht bedeuten, dass man diesen eine Entscheidung erst mitteile, wenn sie definitiv gefallen sei. Sollten die Pläne so bleiben, wie sie im Februar verabschiedet wurden, dürfe man nachher nicht davon sprechen, die Entscheidung sei im Einvernehmen mit den kommunalen Verbänden getroffen worden.

Dass es überhaupt zu neuen Gesprächen kommen soll, wertet Rudi Bertram als positiv. Ebenfalls die Signale, wonach es vorstellbar ist, dass Praxen in Trägerschaft eines Vereins (so wie die MQN-Praxis) bestehen bleiben. Der Vorsitzende der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, habe bei der Versammlung vor allem um Kooperationen zwischen dem vertragsärztlichen Notdienst und den Krankenhäusern geworben. Auch das gebe es in der Indestadt in dieser Form bereits.

(tob)
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