Eschweiler: Kaminbrand fast außer Kontrolle

Eschweiler: Kaminbrand fast außer Kontrolle

„Puh, das war jetzt aber ein sehr starker Kaminbrand” atmete Einsatzleiter Axel Johnen auf, als die 20 Feuerwehrleute nach anderhalb Stunden Einsatz endlich ihre Atemmasken und Helme einpacken konnten.

In dem mit Ruß und Teer zugesetzten Schornstein eines Hauses an der Hehlrather Straße war am Freitag gegen 11.40 Uhr ein Brand entstanden, der bis in die Innenstadt zusehen und zu riechen war. Dicke Qualmwolken zogen durch die Straßen östlich des Brandortes.

Die Wehr versuchte zunächst, die brennenden Rückstände mit Schornsteinfeger-Werkzeug zu lösen. Doch die Kugel blieb im zugesetzten Kamin stecken. So wurde der Schornstein seitlich geöffnet, um mit Stangen den Pfropf aus brennenden Ablagerungen zu zerschlagen. Der in der Hitze zersprungene Kaminaufsatz wurde demontiert.

Einen Kaminbrand mit Wasser zu löschen ist nicht möglich, versicherte Axel Johnen: „Da drin sind Temperaturen von 800 Grad. Das Wasser verdampft schlagartig. Ein Liter Wasser geben 1700 Liter Dampf - das zerreißt das Mauerwerk sofort.”

Dichter Qualm auf dem Speicher des Hauses zeigte, dass der Kamin zudem undicht ist. Er muss nun komplett saniert werden. Der Brand hätte nach Ansicht der Feuerwehr auch auf das rund 100 Jahre alte Haus selber übergreifen können.

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