Eschweiler: Kabarett: Werner Schneyder wütet und analysiert

Eschweiler: Kabarett: Werner Schneyder wütet und analysiert

„Das ultimative Solo“ heißt das Programm zwischen Wutrede und Kabarett, das Werner Schneyder am kommenden Sonntag, 13. September, im Talbahnhof präsentiert. Beginn ist um 19 Uhr. „Wir sind die Statisten im realen Monopoly“, meint der Kabarettist.

In diesem Programm zwischen Wutrede und Kabarett zeigt er sich in seinem — nach eigener Definition — eigentlichen Beruf: als Meinungsträger. Er sagt seine Meinungen und liefert entlarvende Analysen zur globalen Ökonomie, zum Bankenwesen, wo sie sich tummeln, die „Finanzzuhälter“, „Aktienstricher“ und „kursabhängige Wachstumsjunkies“, zum Arbeitsmarkt, er begründet das Irrige am „immerwährenden Wachstum: Das kennen wir aus der Landwirtschaft, Überdüngung.

Die Folgen sind bekannt — tote Erde“. Zudem erkennt er die Manager als unfreiwillige Förderer der drohenden neuen Rechten, verspottet die Parteiprogramme, „wenn man einer Fliege den linken Flügel abreißt, dreht sie sich immerzu im Kreise“, und wehrt sich gegen den Rüstungsirrsinn.

Im zweiten Teil geht es um Lebensqualität, vom Fremdenverkehr zur Autoindustrie, von Fernsehunterhaltung zu Kirchenmoral, von Hochkultur zu Konsum und Gesundheit. Er schont auch nicht sich und seine Branche.

„Die Anwendung von Intelligenz ist nicht so qualvoll, wie allgemein vermutet wird.“ Werner Schneyder, Literat, Essayist, Satiriker, Regisseur, Box-Kommentator, Kabarettist, rechnet ab. Im großen Stil. Nachdenklich und weise.

Ein unwiderstehlicher Chameur, scharfzüngig-pragmatischer Formulierkünstler mit effektvollem Punch, ein brillanter Analytiker mit dem gewissen Etwas und einem Hauch Wiener Schmäh. Er zelebriert literarisch-politisches Kabarett par excellence.

Karten gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen.