Jupp II. war der erste Prinz

Jupp II. war der erste Prinz

Eschweiler (an-o/hh) - Die Blaue-Funken-Artillerie aus Röthgen feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick in die Chronik der Karnevalsgesellschaft.

Es war im Jahre 1928, als sich Mitglieder der 2. Kompanie der St. Rochus-Schützenbruderschaft zusammenfanden, um in Röthgen eine Karnevalsgesellschaft zu gründen. Im Lokal Offergeld besiegelte der damalige Vorsitzende der 2. Kompanie, Peter Dohmen, die Gründung der Blaue-Funken-Artillerie mit einem Hammerschlag und dem noch heute gültigen Funkengruß "Bum Bum Hurra".

Gründungsväter waren Christian Baum, Christian Bötig, Peter Dohmen, Josef Dostall, Franz Goletz, Jean Henrotte, Michael Hermanns, Mathias Imberg, Christian Klinkenberg, Josef Kronen, Anton Lürken, Jean Momma, Gerhard Offergeld, Johann Offermanns, Peter Rompel, M. Schnitz und Jakob Vogel. Am 28. Februar 1928 wählte man den ersten Vorstand der Blauen Funken. 1. Vorsitzender und Präsident wurde Peter Dohmen.

Am 5. März wählte man Josef Dostall einstimmig zum 1. Kommandanten, Wachtmeister wurde Philipp Heck. Die erste Prunk-Gala-Sitzung fand am 27. Januar im Bürgerhofsaal statt. Eine große Feier gab es am 4. Februar 1939 zum elfjährigen Bestehen. Mit Josef Fischer als Prinz Jupp II. stellten die Blauen Funken zum ersten Mal den Karnevalsprinzen, Zeremonienmeister wurde Hubert Leisten.

Neuanfang nach dem Krieg

Nach dem Krieg fand am 18. Januar 1947 die erste öffentliche Funkenveranstaltung in Form eines Bunten Abends im Lokal "Ewige Lampe" unter Leitung von Vizepräsident Anton Lürken statt. Funkenpräsident "Löwenpeter" befand sich zu dieser Zeit noch in russischer Gefangenschaft. Am 31. Januar 1953 beteiligten sich alle Eschweiler Karnevalsgesellschaften anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Blauen Funken an einem großen Fackelzug. 1953 gründete sich das Fanfarenkorps der Gesellschaft.

Von 1954 bis 1958 leitete Jakob Krauthausen die Geschicke der Gesellschaft als Präsident. Er löste den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Peter Dohmen ab. 1956 stellten die Blauen Funken mit Max Vankuch als Prinz Max I. mit Zeremonienmeister Paul Brief den Karnevalsprinzen. Drei Jahre später war es wieder ein Blauer Funke, der den Prinzen machte: Jupp Neffgen wurde in der Session 1959 proklamiert, als Zeremonienmeister stand ihm Heinz Claßen zur Seite.

1962 wurde Jupp Scheller, der die Funken vier Jahre als Vorsitzender leitete, auch Präsident der Gesellschaft. 1968 wurde der Sohn von "Löwenpeter", Männ Dohmen, Prinz; sein Zeremonienmeister wurde Jupp Rosenbaum.