Eschweiler/Aachen: Jung-Mediziner schauen erfahrenen Ärzten auf die Finger

Eschweiler/Aachen: Jung-Mediziner schauen erfahrenen Ärzten auf die Finger

Im Universitätsklinikum Aachen finden am Mittwoch, 21., und Donnerstag, 22. März, die ersten Aachen-Eschweiler-Uro-OP-Tage statt.

Das Seminar ermöglicht es Assistenzärzten und jungen Fachärzten, urologische Standardoperationen unter der Leitung von erfahrenen Operateuren vorzunehmen. Erstmals wird dieses neue Konzept gemeinsam von Ober- und Chefärzten der Urologischen Kliniken der RWTH Aachen und des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler angeboten.

Dieses bisher in Deutschland einzigartige Konzept richtet sich gezielt an den ärztlichen Nachwuchs. Denn im klinischen Alltag ergibt sich bei den Operationen aufgrund des dichten Operationsprogrammes oftmals das Problem der fehlenden Zeit, um einen Eingriff von Anfang bis Ende strukturiert durch einen erfahrenen Chef- oder Oberarzt als Lehroperation zu demonstrieren.

Übung in Kleingruppen

Um dies zu ermöglichen, erfolgt die Darstellung der Eingriffe in Kleingruppen an verstorbenen Patienten, die im Vorfeld hierzu ihre Einwilligung abgegeben haben. Gerade dieser Ansatz geführter Operationen am Menschen mit unverfälschter Anatomie vorzunehmen, soll es den jungen Ärzten erlauben, ein Verständnis für operative Zugangswege zu erlangen, die anatomisch adäquate Operationstechnik zu sehen und mögliche Komplikationen zu erkennen und zu beherrschen. Selbsterklärend kann das Komplikationsmanagement nur schwer oder nicht trainiert werden, da der betreuende Facharzt bereits vor Eintreten der potenziellen Probleme präventiv eingreifen wird.

Am zweiten Tag werden die erlernten Eingriffe Schritt für Schritt als Live-OP im Aachener Universitätsklinikum gezeigt.