Eschweiler: Jugendlandkarte: „Was geht wo in Eschweiler?“

Eschweiler : Jugendlandkarte: „Was geht wo in Eschweiler?“

Die Stadt Eschweiler hat sich im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW erfolgreich für das Projekt „Juvivor — Jugend lebt Vielfalt vor!“ beworben. Bei einem Pressgespräch stellte Jugendamtsleiter Jürgen Termath nun konkrete Inhalte und Ergebnisse dieses Projektes vor, bei dem Jugendliche ihren kreativen Beitrag zu einer besseren Integration von neuzugezogenen ausländischen Kindern und Jugendlichen leisteten.

Mohammad Hosseini zum Beispiel stammt aus Afghanistan. Wie jeder Jugendliche in seinem Alter interessiert auch er sich für Musik und Video. Das hat ihn dazu gebracht, gemeinsam mit Freunden aus Eschweiler einen Clip mit einem Rap-Song zu produzieren, der in verschiedenen Sprachen unter anderem Erlebnisse des Krieges in seiner Heimat thematisiert. Der Soundtrack dazu wurde im Tonstudio des Jugendtreffs „Check In“ produziert. Text, Musik und Bild sind in diesem Fall das Ergebnis eines ganzen Teams. Der Clip zeigt, wie sich die Interessen junger Menschen aus verschiedenen Kulturen miteinander kombinieren lassen, ohne dass der eine zwangsläufig die Sprache des anderen spricht.

Das sei, so Jürgen Termath und Christian Kolf, Sozialarbeiter in der städtischen Mobilen Jugendarbeit, vorbildlich für greifbare Integrations-Bemühungen Jugendlicher.

Jugendlandkarte

Ein zweites Ergebnis des Engagements innerhalb von „Juvivor“ ist die „Jugendlandkarte: Was geht wo in Eschweiler?“. Die gab es zunächst nur in gedruckter Form. Vielleicht nicht gerade das Medium, das von jungen Leuten in Zeiten des Smartphones bevorzugt werde, so Christian Kolf ein wenig selbstkritisch. Aber die Zeichen der Zeit erkennend, haben die Macher jetzt auch eine digitale, interaktive Version der Jugendlandkarte entworfen, die über die Website der Mobilen Jugendarbeit www.mobija.de zugänglich ist.

Zu entdecken gibt es auf ihr rund 40 Punkte in der Stadt, die für Jugendliche von Interesse sind. Dazu gehören Sport- und Freizeit-Angebote, Einkaufsmöglichkeiten, Tipps zum öffentlichen Nahverkehr und zu Hilfeangeboten. Und zwar responsiv, also auf allen digitalen Plattformen und Geräten nutz- sowie ständig erweiterbar, denn besonders „informelle“ Treffpunkte für Jugendliche sowie Bolz- und Spielflächen befänden sich ständig im Wandel.

Das Informationsangebot richtet sich an alle Jugendlichen ab zwölf Jahren und sei nicht ausschließlich nur für Neuankömmlinge in der Stadt Eschweiler geeignet.

(psi)