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Eschweiler: Jugendchor geht auf eine Zeitreise

Eschweiler : Jugendchor geht auf eine Zeitreise

Bunte Scheinwerfer flackern, Nebel steigt auf, laute Musik schallt durch die Weisweiler Festhalle und 50 Jugendliche stürmen die Bühne - der Jugendchor St. Severin Weisweiler nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise von den 20er Jahren bis zur heutigen Zeit.

Und so hatte der Jugendchor sein diesjähriges großes Konzert mit dem Titel „Time Warp - Eine musikalische Zeitreise” am Freitagabend auch angekündigt: „Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich überraschen, an welchen musikalischen Stationen wir vorbei kommen”, forderte der Chor seine rund 550 Zuhörer in der Weisweiler Festhalle auf.

Riesiger Applaus

Dieser Aufforderung folgte das Publikum gerne und am Ende gab es riesigen Applaus und stehende Ovationen für einen tollen Abend voller Musik, Tanz und Show.

Nachdem die zu Beginn ganz in Schwarz gekleideten Jugendlichen unter der Leitung von Marc Schmitz den Abend mit „Ain´t no mountain high enough” eröffnet hatten und Vorsitzende Sabine Kohler die Gäste begrüßt hatte, gab es zunächst eine „Radiosendung” mit dem Titel „Hör mal wieder Radio” vom Kinderchor St. Severin Weisweiler, der das Konzert wie immer mit gestaltete. Und wieder sangen sich die Kleinen innerhalb kürzester Zeit in die Herzen ihrer Zuhörer.

45 Minuten lang Radio

„Sie hören eine Sendung des Kinderchores St. Severin” schallten die Kinderstimmen durch die Halle und los ging´s: Mit dem Song „Radio” eröffneten die Sechs- bis 14-Jährigen ihren „Radiovortrag”. Und es sollten 45 Minuten voller Freude und Unterhaltung werden. „We love to entertain you” sangen die jüngsten Mitwirkenden begeistert und sie sollten Recht behalten: Mit modernen Hits wie „Gebt den Kindern das Kommando” oder „We are the champions” und besinnlicheren Stücken wie „Wünschte ich mir, ein Mensch zu sein” begeisterte der Kinderchor unter der bewährten Leitung von Monika Houben sein Publikum.

Auch die Solisten Melissa Schmitz, Sarah Thielen, Maike Lindei, Markus Vogel, Julia Neumann und Philip Kaulen zeigten, dass auch kleine Sänger schon ganz groß sein können.

Bei aller Freude kam etwas Wehmut auf, als die diesjährigen Abschiedssängerinnen des Kinderchores ihr Abschiedslied sangen: Die zwölf 14-jährigen Mädchen hatten sich als letztes Stück „It´s over now” ausgesucht und erhielten danach vom Chor ein Geschenk und eine Rose zum Abschied. Da floss auch das ein oder andere Tränchen.

Überraschungen garantiert

Nachdem der Kinderchor mir „Here it comes” sein liebevoll zusammen gestelltes und gelungen präsentiertes Programm beendet hatte, entführte der Jugendchor seine Zuhörer auf eine musikalische Zeitreise durch viele Jahrzehnte. Überraschungen hierbei waren garantiert, denn im Programmheft hatte der Jugendchor bewusst die dargebotenen Stücke nicht angegeben.

Mit dem fetzigen „Time Warp”, gleichzeitig Titel des Konzertes, eröffneten die Jugendlichen in bunten Outfits ihr fetziges und modernes Programm. Die beiden Solisten Hannah Mertes und Eric Neumann kündigten anderthalb musikalisch abwechslungsreiche Stunden an und die waren es auch, die die Jugendlichen ihren Zuhörern boten.

Beatles-Klassiker

Mit dem Big-Band-Stück „New York, New York”, das Matthias Schmitz sang, war der Start in die musikalische Zeitreise gegeben. Nach einem Ausflug in die 30er mit „Mein kleiner, grüner Kaktus” ging es weiter in die 60er Jahre, wo Rock´n Roll mit dem Solisten Marco Ohligschläger, ein Beatles-Medley mit „Yesterday”, „She loves you” und „Yellow submarine” sowie ein Abba-Medley mit „Mama mia” und „Waterloo” auf dem Programm standen.

Beim bekannten „Relight my fire”, das später noch einmal als Zugabe gespielt wurde, sangen Hermann Reinartz und Maren Dudziak Einzelpartien.

Natürlich durften auch die 70er und 80er Jahre nicht fehlen: Aus den 70ern gab es rockige Stücke wie „With a little help of my friends” und „Bohemian Rhapsody” von Queen, wo Sabine Kohler und Lina Otto Solo sangen, aus den 80ern die Tanzhits „Like a prayer” und „I´m so excited”. Dann ging es in Richtung der heutigen Zeit: Der Jugendchor sang „Say a little prayer”, „Rock DJ” mit Solist Markus Luu sowie „Lady marmelade”, bei dem die Männer des Chores durch den Zuschauerraum tanzten.

Viel Wert auf Tanz gelegt

Auch sonst war auf die tänzerische Choreographie viel Wert gelegt worden. Zu jedem Stück hatten die Jugendlichen verschiedene Schritte und Gesten einstudiert, bei einzelnen Stücken tanzte eine Mädchen-Gruppe auf dem Bühnengerüst. Dort sang auch Verena Ehser ihr „Blame it on the boogie”.

Neben eher rythmischen Stücken gab es auch etwas für´s Herz: Bei „Up to where belong” überzeugte neben Verena Vigelahn vor allem Solist Björn Frings. Stehend klatsche das Publikum Beifall. Als Zugabe sangen die Jugendlichen, die immer wieder ihr Bühnenoutfit wechselten, „Wunder geschehen” und „We are family”. Marc Schmitz, für den es das erste eigene Konzert als Leiter des Jugendchors war, kann stolz auf die Leistung seiner Truppe sein.