Hasteroth: Jubelstimmung im Hastenrather Hexenkessel

Hasteroth : Jubelstimmung im Hastenrather Hexenkessel

Stimmung vom Anfang bis zum Ende war am Samstagabend im bunt gezierten Festzelt auf der Hastenrather Kostümsitzung garantiert. Präsident Michael Schümmer führte dabei durch das bunte närrische Programm und versprach den zahlreich erschienen Gästen gleich zu Beginn eine wunderschöne und unbeschwerte Zeit.

Nachdem das Jugendtrompeterkorps (Leitung Andreas Michel) die vielen Jecken bereits in diesen besonderen Abend eingestimmt hatte und das Uniformiertenkorps einmarschiert war und seinen Platz auf der großen, prächtig geschmückten Bühne gefunden hatte, fing das karnevalistische Programm auch schon an. De Fröngde brachen das Eis und brachten dabei nicht nur sich selbst, sondern auch das feierwütige Publikum gleich zu Beginn zum Schwitzen.

Schunkelnd, singend und tanzend wurde dieser erste Programmpunkt gefeiert, bevor dann die Gastgesellschaft des KG Kirchspiel Lohn e.V. mit ihren Uniformierten und Präsident Leo Gehlen in den Saal einzog. Neben dem Uniformiertentanz des Korps überzeugten auch das Tanzmariechen Jill Ganser und die Tanzgarde mit ihrem tänzerischen Können, begeisterten die vielen Narren und sorgten dafür, dass der eine oder andere nicht anders konnte, als den Atem anzuhalten.

Nach dem Vortrag dieser schmucken Mädchen und Jungen vom Kirchspiel Lohn bestaunte schließlich de Frau Kühne die tolle Stimmung im Festzelt. In manchen Sälen frage man sich ja, wann die Leute gestorben seien, aber hier sei das anders. Kurz darauf erzählte sie den vielen Zuschauern das ein oder andere Geschichtchen von ihrem pubertierenden Sohn, und auch mit ihrer Mutter hat sie es wohl nicht immer leicht.

Im Anschluss standen dann die Indesingers auf der Bühne und brachten mit ihren Hits sowie der Ballade „Loss mer singe“, einem neuen Titel für diese Session, und einem Potpourri kölscher Karnevalslieder das Festzelt zum Kochen.

In diesen „Hexenkessel“ durfte schließlich Zeremonienmeister Frank seinen Prinzen führen. Nach dem Motto „On wenn dr Prinz kütt en dr Saal, dann es die Stimmung optimal. Et witt Alaaf jebröllt, dat es e Ding. Die Tollität es he dr King“ feierte das Prinzengespann gehörig mit den Jecken. „Unser Städtchen ist außer Rand und Band“, stellte Präsident Michael Schümmer richtig fest und erklärte, ganz Hastenrath sei stolz, dass Christian III. ihr Prinz sei.

Im Anschluss durften die feiernden Jecken dann wieder auf einen optischen Leckerbissen gespannt sein: Eefelmarie Janine Jansen sowie die Garde begeisterten die vielen Gäste und ernteten tosenden Applaus. Sichtlich stolz und froh, an diesem Abend zwei ganz wichtigen Männern Dank zu sagen, bat Präsident Michael Schümmer schließlich Wilfried Spieß, der aus Krankheitsgründen an diesem besonderen Abend jedoch nicht anwesend sein konnte, und Karl Heinz Ohler auf die Bühne.

Aufgrund ihres langjährigen Engagements im Verein, in dem sie mit planten und organisierten, vor keinem Problem davongelaufen seien und so einen wichtigen Teil zum Zusammenhalt des doch großen Vereins beigetragen hätten, ernannte der Präsident sie kurzerhand zu Ehrenmitgliedern. Mit nicht enden wollendem Applaus feierte die Eefelkank ihr neues Ehrenmitglied.

Mit de Pittemännche aus Köln ging dann das karnevalistische Programm weiter, gefolgt von der Showtanzgruppe „Blue Girls“ der Gastgesellschaft TV 1888 Ruppichteroth, die an diesem Abend gleich zwei Mal ihr Können bewies. Unter der Leitung von Egon Engel lud die Brass-Els-Kapelle dann die vielen Feiernden zum Singen und Mitschunkeln ein, ein „Hochgenuss“, so der Präsident begeistert.

Zu später Stunde brachten Schlabber und Latz (Dieter Baumanns und Bernd Horbach), im 28. Jahr dabei und nicht mehr aus Hastenrath wegzudenken, das Festzelt dann noch einmal zum Toben. Nach einer musikalischen Darbietung von „Mie 2 Die 2“, einer Musikgruppe aus Ruppichteroth mit Präsident Albert Brummenbaum, rundeten eigene Kräfte der Karnevalsgesellschaft die Sitzung würdevoll ab: Die Showtanzgruppe, trainiert von Kathrin Köster-Kruck, begeisterte mit lateinamerikanischen Rhythmen.

Das Trompeterkorps unter der Leitung von Thorsten Tietz, das in diesem Jahr sein 5x11-jähriges Bestehen feiert, garantierte einen fantastischen Abschluss einer tollen Sitzung und bewies einmal mehr, dass es seine Hochform erreicht hat.

(jlm)