Familienzentrum Jahnstraße: Jetzt sind viele neue Trommeln im Quartier zu hören

Familienzentrum Jahnstraße : Jetzt sind viele neue Trommeln im Quartier zu hören

International und sozial – das sind die Maßgaben des Familienzentrums Jahnstraße. In der Kita in der Mitte Eschweilers kommen 138 Kinder aus 21 Nationen zusammen. Das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, betonte Leiterin Sigrid Greven.

„Da wir eine inklusive Einrichtung sind, haben wir einen erhöhten Förderbedarf.“ Um diesen zu erfüllen, hat sich bereits 2009 ein Förderverein gegründet, um die Kita bei ihren zahlreichen Aktivitäten möglichst unbürokratisch zu unterstützen. Der spendete dem Familienzentrum nun mehrere Trommeln, die zur musikalischen Erziehung eingesetzt werden können.

„Musik ist ein verbindendes Element“, stellte auch Greven fest, denn gemeinsames Musizieren könne besonders auch Sprachbarrieren überwinden, wie sie bei einem Trommelworkshop mit Markus Hoffmeister 2018 feststellte, an dem mit Kindern und Eltern fast 200 Menschen teilnahmen.

Mit den städtischen Förderungen des Trägers BKJ, Spenden – etwa von Peter Borsdorff („Running for Kids“) – und den Zugaben des Fördervereins versucht das Familienzentrum stets das Angebot für die Kinder auszubauen, aber auch gleichzeitig aktive, soziale Arbeit im Quartier Eschweiler-West zu leisten. So ist es der Kita beispielsweise möglich, einmal pro Woche ein gemeinsames Frühstück mit regionalen Produkten anzubieten, Schwimmunterricht zu ermöglichen, die altersintegrierte Sprachförderung auszubauen, so Greven, die an ihrer Kita seit dem 1. September eine weitere Gruppe eröffnen konnte.

Mit den so mittlerweile sieben Gruppen nimmt das Familienzentrum auch etwa am Kinder-und-Jugend-Tag am Markt teil. Beim großen Freizeitangebot kooperiere man zudem mit Kunstpädagogen und Künstlern aus verschiedenen Ländern, um die Vielfalt der Kulturen in der Kita wiederzugeben.

Beim therapeutischen Reiten auf dem Hof von Irene Jakobs am Donnerberg arbeite man zudem mit dem Verein für schwerkranke Kinder zusammen und pflegt die Kontakte zu Tabalingo und dem Verein Flügelschlag, mit dem man eine gemeinsame Reise ins Bubenheimer Spieleland organisierte.

„Das Netzwerk ist ein Geben und Nehmen“, bekräftigte Greven, die sich auch beim Vorsitzenden des Fördervereins, Stephan Löhmann, bedankte. Mit einem Mitmachkonzert weihten die Kinder des Familienzentrums auf einem Elternabend dann die neuen Trommeln ein, deren Anzahl sobald möglich noch vergrößert werden soll. Auch in Zukunft nehme die Teilhabe für alle einen wichtigen Aspekt ein, so Greven. Mit dem Quartiersmanagement Eschweiler-West will die Kita weiterhin eng zusammenarbeiten und Veranstaltungen besuchen, um die Flagge hochzuhalten und Verbundenheit in dem divers geprägten Viertel zu schaffen. Vater-Kind-Wochenende: Eine weitere Tradition am fand am vergangenen Wochenende erneut statt.

Peter Toporowski organisiert seit Jahren in Kooperation mit dem Helene-Weber-Haus einmal pro Jahr ein Vater-Kind-Wochenende, an dem zahlreiche Kinder der Kitas Jahnstraße und aus der Alten Rodung teilnahmen. „Es ist immer wieder wunderschön und wir wollen das für alle Familien leistbar machen“, betonte Toporowski. Gemeinsam ging es in die Vulkaneifel, wo Kennenlernen, Natursensibilisierung mit dem Bau von Bienenhotels und Fledermauskäste und eine Wanderung auf dem Programm standen.