Eschweiler: Jedes der 11.000 Teile hat seinen Platz in der neuen Halle

Eschweiler: Jedes der 11.000 Teile hat seinen Platz in der neuen Halle

Rund 11.000 Teile liegen auf Vorrat in den beiden Lägern des Kraftwerks Weisweiler. Ab dem nächsten Jahr befinden sie sich in einem einzigen Gebäude. Derzeit erweitert der Energie-Konzern das bestehende Lager 2 von 4300 auf 5200 Quadratmeter Nutzfläche.

Nummer eins erhält derweil eine neue Nutzung: In den Werkstätten des Kraftwerks ist es eng geworden, durch den Umbau entsteht für sie mehr Platz. Etwa eine Millionen Euro lässt sich die RWE Power AG die Maßnahme kosten.

Das alte Lager 1 an der Kohlebandbrücke stammt aus dem Jahr 1954. Da der Platz dort nicht mehr ausreichte, wurde vor 25 Jahren Lager 2 an den Kühltürmen in Betrieb genommen. „Nach so vielen Jahren entspricht das Gebäude natürlich nicht mehr den modernen Ansprüchen an Logistik”, so der Leiter der Betriebsdienste bei RWE Power, Reiner Schaffers. Große Teile der Logistik hat der Konzern schließlich an einem Ort, in Neurath, zusammengefasst. Aber viele Materialien müssen vor Ort verfügbar sein, weil sich der Transport dorthin nicht lohnt.

Abläufe im Lager sind eine Wissenschaft für sich, wie der Leiter der Materialbeschaffung, Ulrich Teppler, weiß. Es geht schließlich nicht nur darum, Dinge zu verstauen, sondern sie müssen auch möglichst platzsparend untergebracht und schnellstmöglich erreicht werden. Wie ein solcher Plan dann in der Theorie aussieht, kann man an der Baustelle des Lagers 2 sehen. Aus den bunten Linien werden nur Fachleute klug.

Nach fünf Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann befinden sich in der Halle Sozialräume und vor allem viele Regale für die 11.000 Teile. Die zwölf Mitarbeiter dort wissen dann ganz genau, wo welches Teil zu finden ist.

Neue Leittechnik geht 2012 in Betrieb

Auch im nächsten Jahr investiert die RWE Power AG einen mehrstelligen Millionenbetrag ins Kraftwerk Weisweiler.

So wird die Leittechnik der beiden 600-Megawatt-Blöcke Gustav und Heinrich auf den neuesten Stand gebracht. Die Arbeiten sollen mit den Revisionen der beiden Einheiten abgeschlossen werden.

„Durch die neue Leittechnik können wir flexibler auf den Strombedarf reagieren”, erläutert Kraftwerksdirektor Gerhard Hofmann den Vorteil nach dem Umbau.

Bisher verfügt jeder große Kraftwerksblock über einen eigenen Leitstand. Ab dem Jahr 2012 werden beide von einer Stelle aus betrieben.

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