Eschweiler: Jeder ist gefragt: Wer sind die Sportler des Jahres?

Eschweiler: Jeder ist gefragt: Wer sind die Sportler des Jahres?

In diesem Jahr kommen auch die Bürger zu Wort: Für die Wahl zum Sportler des Jahres kann nun jeder Vorschläge machen. Bisher war es Vereinen vorenthalten, ihre Kandidaten zu nennen.

Diese Möglichkeit nutzten allerdings nur wenige. „Uns ist aufgefallen, dass die Zeitungen voll sind von Berichten über hervorragende sportliche Leistungen. Das sehen wir in der Ausprägung in den Meldungen der Vereine nicht“, sagt der Vorsitzende des Stadtsportverbands Eschweiler, Christoph Herzog. Deswegen habe man sich entschieden, über die Presse auch Bürger Eschweilers aufzufordern, Sportler zu melden. Bis zum 31. August können Bewerber genannt werden.

Die Preisverleihung findet am 30. Oktober in der Aula der Realschule Patternhof statt. Unterstützt wird die Veranstaltung wieder von der Sparkasse Aachen. Gebietsdirektor Klaus Wohnaut freut sich schon auf die Sportlerwahl: „Ich bin selber Sportler und bin begeistert von der Vielfalt des Sportes und der Sportler.“

Immer wieder überrascht

In der Jury sei man immer wieder überrascht, welche Leistungen in unterschiedlichen Sportarten und Altersklassen vollbracht würden. Dies verdiene eine entsprechende Auszeichnung. „Da ich selber nie ein Sportler des Jahres geworden bin, habe ich mich umso mehr über die Verleihung des Ehrenpreises im vorigen Jahr gefreut und habe diese als eine sehr ehrenvolle Anerkennung empfunden“, schildert Klaus Wohnaut.

Was man als „Sportlerin des Jahres“ empfindet, kann Lea von Meer von den Wasserfreunden Delphin Eschweiler berichten. Sie hat diese Auszeichnung im Jahr 2016 erhalten und sagt rückblickend: „Ich habe schon sehr erfolgreich an NRW-Meisterschaften, Deutschen Meisterschaften und selbst einigen internationalen Wettkämpfen teilgenommen.Aber in meiner Heimatstadt als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet zu werden, das war wirklich etwas Besonderes für mich!“

Es sei einfach schön, nach einer anstrengenden Wettkampfsaison in seiner Heimatstadt eine solche Anerkennung zu erfahren; da wo man zu Hause sei und wo die Leute einen kennen.

Thema „Inklusion“

Damit auch in diesem Jahr wieder Individualsportlerinnen und -sportler sowie Mannschaften ausgezeichnet werden können, bedarf es entsprechender Vorschläge. Die Vereine wurden im Juni aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Als Sportjahr zählt die Zeit vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017. Die Vorschlagsfrist läuft bis zum 31. August. Neben dem Thema „Inklusion“ durch die Ehrung behinderter Sportler wird in diesem Jahr ein zusätzliches Augenmerk auf den Bereich „Integration“ gelegt. So wird es erstmals eine Wertung für junge Migranten geben, die besondere sportliche Leistungen erbracht haben.

Die Vorschläge nimmt der Geschäftsführer des Stadtsportbunds, Helmut Brief, entgegen: Vorschläge können per Post (Dürener Straße 559, 52249 Eschweiler) oder per E-Mail (briefhelmut@aol.com) an die Geschäftsstelle geschickt werden. Im Anschluss an die hoffentlich vielen Vorschläge wird eine kompetent besetzte Jury die Auswahl vornehmen.

„Wir hoffen auf viele Vorschläge und sehr viele Gäste am Abend des 30. Oktober“, sagt Christoph Herzog. Zur Sportlerehrung in der Aula der Realschule Patternhof sind zudem einige Neuerungen geplant.