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Eschweiler: Jecke Tön, heiße Tänze, weiche Knie

Eschweiler : Jecke Tön, heiße Tänze, weiche Knie

Jecke Tön, heiße Tänze und weiche Knie: Das närrische Programm am Sonntag Vormittag hatte wieder von allem etwas zu bieten.

Tausende gut gelaunte Narren versammelten sich vor der Sparkassenbühne an der Marienstraße, um zwei Stunden lang schunkelnd und singend die „Eischwiele Fastelovend” hochleben zu lassen und den „Tag des Karnevals” zu feiern.

Eine schönere Kulisse hätten sich Prinz Edgar I. (Heck) und Zeremonienmeister Klaus (Robrecht) nicht wünschen können, als sie gestern mit weichen Knien und Herzrasen ihr Debüt gaben.

Wortgewandt und souverän

Von weichen Knien konnte bei Norbert Weiland keine Rede sein: Wortgewandt, souverän und um keine Antwort verlegen, führte der Komiteepräsident durch das aktionsreiche Programm. Obwohl „die Konkurrenz” Rudi Bertram direkt neben ihm stand. Als der Bügermeister nämlich nach seinen Grußworten vergaß, ein „Eischwiele Alaaf” auszurufen, erhielt er einen Rüffel vom Komiteepräsidenten.

Der machte seinen Faux Pas natürlich sofort wieder gut, indem er das Publikum bat, ihn nicht „im Riss” zu lassen und laut mit ihm „Eischwiele Alaaf” auszurufen. Auf die Narren war natürlich Verlass, und Bertram verabschiedete sich von Weiland süffisant grinsend mit den Worten: „Bald beste dinge Job loss!”

Nachdem sich die etwas frierenden Narren zu den Klängen des Regimentsspielmannszuges der Blauen Funken-Artillerie und des großen Orchester der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler warm geschunkelt hatten, hieß es auch schon „Bühne frei” für die Jugendtanzgruppe der Blauen Funken.

„Höhner”-Medley

Zu einem „Höhner”-Medley ließen die schmucken Mädchen die Bühnenbretter erbeben. Viel Temperament zeigte auch das niedliche Kindertanzpaar der Blauen Funken: Als die schmucke kleine Marie Anna Rosenbaum und der schmucke Kindertanzoffizier Sven Robrecht einen perfekten Tanz hinlegten, jubelte die Menschenmenge.

Reichlich stimmgewaltige Unterstützung bekamen auch „De Jonge va he”, die mit ihren Stimmungsliedern die Menschenmenge in Wallung brachten.

Zeit für Prinz Frank und Zeremonienmeister Michael Abschied zu nehmen. Etwas wehmütig winkten sie ihrem närrischen Volke noch einmal zu und bedankten sich für eine tolle Session. Es folgte ein schwungvoller Tanz von Blaue Funken-Marie Katrin Weber, bevor Prinz Edgar I. und Zeremonienmeister Klaus mit „zitternden Knien” die Bühne eroberten. „Wollt ihr mit uns feiern?” fragte der Narrenherrscher in spe und bekam ein donnerndes „Ja” zur Antwort.

Keine Nervosität

Von Nervosität war bei den Beiden jedenfalls dann doch nicht viel zu spüren. Auch nicht, als Komiteepräsident Weiland wieder mit einer Sonderaufgabe (die alle neuen Prinzen absolvieren müssen) überraschte. Er müsse nicht tanzen, meinte der Präsident trocken. Dafür aber müsse „Seine Tollität” am Aschermittwoch mit Flossen an den Füßen zu einem 100-Meter-Wettlauf gegen Manfred Wynands (ohne Flossen) antreten.

SPD-Landtagsabgeordnete Hildegard Nießen sorgte dafür, dass Prinz Edgar und die Seinen sich auf einen ganz besonderen Auftritt freuen können: Sie überbrachte die Einladung des Landtagspräsidenten zum närrischen Empfang im Düsseldorfer Landtag.

Die Original Eschweiler bildeten den musikalischen Abschluss eines phantastischen Vormittagsprogramms. Anschließend sorgten Eschweilers Fanfarencorps, Spielmannszüge und Mundartgruppen bis in den frühen Abend für ein vielfältiges musikalisches Feuerwerk auf Bühnen und Plätzen in der gesamten Innenstadt.