Eischwiele: Jecke-Tön-Festival: Karneval bei schönem Wetter kann jeder

Eischwiele : Jecke-Tön-Festival: Karneval bei schönem Wetter kann jeder

„Karneval bei schönem Wetter kann jeder. Die Eschweiler können‘s aber auch, wenn‘s mal nicht so schön ist!“ Klaus Wohnaut war es, der am Donnerstag ebenso beeindruckt wie begeistert diese Feststellung traf. Wohnaut ist — so Sparkassenleiter Lothar Müller — „die Tollität im Sparkassenalltag“.

Sprich: oberster Regent und verlässlicher Spaßbringer. Und als solcher auch mit in der Verantwortung für eine der mitreißendsten Traditionen in der Eischwiele Fastelovend: das Jecke-Tön-Festival, das am Donnerstag zum 17. Mal von der Sparkasse veranstaltet und von unserer Zeitung präsentiert wurde. Und das trotz des wirklich miesen Wetters Hunderte von Jecke zur Marienstraße lockte, wo Lothar Müller sechs Mundartbands auf der Bühne begrüßte.

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11 Uhr 30 war es, als die ersten karnevalistischen Gitarrenriffs auf das Heer der Regenschirme zwischen Bühne und Getränkewagen niederkrachten. „Stabelsjeck“ war die Band, die diesmal den Auftakt machte. In schicken neuen Fantasie-Uniformjacken. Und mit rockigen kölschen Songs — Einheizer, die die der Frostgrenze nahen Temperaturen vergessen machten.

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Band Nummer zwei sorgte für Wehmut: De Fröngde spielten ein letztes Mal — jetzt löst die Band sich nach 20 Jahren und 17 Festivalauftritten auf: weil es nicht mehr machbar ist, Beruf und Musik unter einen Hut, pardon: eine Narrenkappe, zu kriegen. Christian Leuchter „Vater“ des Jecke-Tön-Projekts, dankte den Kollegen auf das Herzlichste. Und die wiederum gaben den Dank an ihr Publkum weiter — mit dem eigens verfassten Song „De Fröngde sare Dankeschön!“

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Dankeschön sagte auch René I. Nicht nur für einem Umschlag, mit dessen Inhalt die Sparkasse sein Engagement unterstützt, sondern auch für den Sparkassenorden, den nur Prinzen und Bürgermeister erhalten. Und für die Begeisterung, mit der das den Regen ignorierende Publikum Seine Tollität, Zerm Daniel, die Prinzenbläser, die Pagen, das Trommler- und Pfeiferkorps Röhe und das gesamte weitere Gefolge empfing. Klar, dass Prinz und Zerm nicht drumrum kamen, ihre Sessionslieder live zum Besten zu geben. Klar auch, dass die Jecke auf der Straße begeistert mitmachten. Komitee-Präsident Norbert Weiland, den es ebenfalls auf unser Festival verschlagen hatte: „Dat Wäer, dat os vam Fiere avhalde kann, datt jiddet jarnet!“

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Schon gar nicht, wenn „Puddelrüh“ die Bühne entert. Moderator Lothar Müller: „Die Jungs sind so heiß, dass man selbst bei diesem Wetter meint, es sei Hochsommer!“ Und das stellte das Sextett nicht nur mit ihrem Sessionshit „Träck met“ unter Beweis, sondern vor allem mit dem fetzigen „Leev Marie“. Klasse auch der Auftritt der „Kröetsch“, seit 30 Jahren unterwegs und nach seiner Pause (2014/15 war er Zeremonienmeister) wieder mit Hucky Weiland am Mikro. „Os jeht et joot“, sangen die Kröetsch, und das können wohl auch die Inde-Singers, seit 48 Jahren (!) auf den Bühnen, von sich behaupten. Ihr Sessionshit: „Hück es minge Daach!“

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Ein besonderer Tag war Donnerstag auch für die „Halunke“: Die Band aus Stolberg (naja: einer von ihnen ist zumindest in Eschweiler geboren) feierte ihre gelungene Premiere als neuestes Mitglied des Jecke-Tön-Projekts. Mit mitreißend rockigen kölschen Klängen. Und mit verdient großem Applaus.

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