Jahreshauptversammlung des SV Falke Bergrath

Jahreshauptversammlung des SV Falke Bergrath : Vereinsheim soll modernisiert werden

Jahreshauptversammlung des SV Falke Bergrath: Der Verein hat zwar derzeit keine A-Jugend. Dennoch gibt es noch einige Pläne.

Zum Abschluss eines intensiven und wortreichen Abends ergriff ein Mitglied aus dem „Ältestenrat“ das Wort, um all jenen Anerkennung auszusprechen, die beim SV Falke Bergrath Verantwortung übernehmen: „Man kann beinahe von einem Wirtschaftsbetrieb sprechen. Aber von einem Wirtschaftsbetrieb mit Herz“, so Günter Winden, angesichts beeindruckender Zahlen, Fakten und Bilder, die der Vorstand um den Vorsitzenden Reiner Gülpen am Freitagabend im Vereinsheim präsentierte. 

„Beim SV Falke wehren wir uns gegen die inzwischen weitverbreitete Meinung, dass das Ehrenamt nicht mehr attraktiv sei“, nannte dieser einen Grundsatz des Vereins, der insgesamt fast 600 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tischtennis und Aerobic zählt. Als Herzstück kann wohl die Jugendfußballabteilung benannt werden, in der 244 Kinder und Jugendliche, darunter 60 Mädchen, dem Ball nachjagen.

„In Sachen Mitglieder stagnieren wir auf sehr hohem Niveau“, betonte Jugendleiter Michel Henke. Und dies sei auch gut so, schließlich seien selbst beim SV Falke Bergrath die Ressourcen nicht unerschöpflich.

In einer derart großen Abteilung gelte es, die zahlreichen Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen. „Wir stellen unseren insgesamt 15 gemeldeten Mannschaften 41 Trainer und Betreuer zur Verfügung. 13 Trainer sind im Besitz der C-Lizenz, ein Trainer ist Inhaber der B-Lizenz. Unsere Jugendlichen werden also fachmännisch betreut und ausgebildet“, so Michel Henke, der jedoch auch einen Wermutstropfen zu vermelden hatte. „Momentan schicken wir keine A-Jugendmannschaft aufs Feld. Da der Unterbau im B-Juniorenbereich aber stimmt, sind wir zuversichtlich, dass sich dies mit Beginn der Saison 2019/2020 wieder ändert.“

Ziel sei es, wieder von den Bambini bis zur A-Jugend vertreten zu sein und in sportlicher Hinsicht die Zahl der Mannschaften in den Sonderligen zu bestätigen beziehungsweise zu erweitern. „Wobei sportliche Erfolge natürlich schön sind, bei uns aber nicht ausschließlich im Vordergrund stehen“, so der Jugendleiter, der unterstrich, dass der Kinder- und Jugendschutz mit den beiden Beauftragten Arni Muhr und Jana Gülpen eine zentrale Rolle im Vereinskonzept einnehme.

Weiterhin zähle zu den Aushängeschildern der Fußballjugendabteilung die Organisation des Falke-Cups, bei dem Jahr für Jahr am letzten Wochenende der Osterferien an drei Tagen mehr als 100 Mannschaften und 1000 Jungfußballer ihr Können im Willi-Bertram-Stadion zeigen. „Ein Turnier, das in der gesamten Umgebung seinesgleichen sucht“, so Michel Henke selbstbewusst. 

Aufstiege sind möglich 

Sportlich ambitioniert gehen die beiden Herrenmannschaften sowie die in der Bezirksliga aktiven Fußballerinnen in die zweite Saisonhälfte. Für alle drei Mannschaften ist „nach oben“ noch viel bis alles möglich. Bei der 1. Herrenmannschaft, die im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Kreisliga B erst in der Relegation verpasste und die mometan die Tabelle der Kreisliga C, Gruppe 3, anführt (allerdings haben die Verfolger Schevenhütte und SG Stolberg II bei einem Punkt beziehungsweise zwei Punkten Rückstand jeweils ein Spiel weniger ausgetragen), lautet die Zielsetzung klipp und klar Aufstieg.

Mit Problemen haben die Alten Herren der Falken zu kämpfen. „In Eschweiler sind wir inzwischen alleine auf weiter Flur. Es gibt schlicht und ergreifend kein weiteres Altherren-Team in der Indestadt“, machte Spielführer Thomas Dorst deutlich, dass es nicht einfacher werde, Gegner zu finden. Allerdings lichteten sich auch bei den Falken die Reihen. „Der feste Kern an Spielern wird auch bei uns kleiner. Deshalb sind wir für jeden Neuzugang dankbar“, so Thomas Dorst. 

Tischtennis und Aerobic 

Die Tischtennis-Abteilung mit ihren 54 Mitgliedern, davon 14 Jugendliche, befinde sich weiterhin im Umbruch, der jedoch vielversprechend verlaufe. In Sachen Aerobic widmeten sich 32 Mitglieder an jedem Dienstag unter anderem dem Kardio- und Fitness-Training, wusste Abteilungsleiterin Inge Wergen, die auch als 2. Vorsitzende des Gesamtvereins fungiert, zu berichten.

Geschäftsführer Günther Kotowski erinnerte während seines Berichts nicht zuletzt an die gelungene Premiere des in Kooperation mit der KG Prinzengilde unter dem Titel „Karneball“ organisierten Sommerfestes. Ein Projekt, das seine Fortsetzung finden wird.

Und auch in anderer Hinsicht blicken die Falken zielgerichtet in die Zukunft. Reiner Gülpen und seinen Vorstandskollegen schwebt in naher Zukunft die Modernisierung des Vereinsheims im Willi-Bertram-Stadion vor. „Wir möchten uns im Laufe des Jahres mit der Planung beschäftigen und diese während der Jahreshauptversammlung im Januar 2020 den Vereinsmitgliedern vorstellen. Deren Zustimmung vorausgesetzt, hoffen wir, in 2020 die Planung in die Tat umsetzen zu können“, berichtete der Vorsitzende, der die Versammlung um „grundsätzliche Rückendeckung“ im Bezug auf das Projekt bat und diese von den Mitgliedern, die zuvor den Vorstand einstimmig entlastet hatten, erhielt. Die Zielsetzungen sind vielschichtig. Doch die Falken haben vor, anzupacken.

(ran)
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