Jahreshauptversammlung der Schützen in Neu-Lohn

Jahreshauptversammlung : Franz-Josef Auer bleibt erster Brudermeister

In einem der äußersten Außenbezirke der Indestadt sitzt ein altehrwürdiger Verein, der zur Jahreshauptversammlung einlud. Die St.-Sebastianus-/St. Josef-Schützenbruderschaft der Pfarre Lohn beging den Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018 am Sonntagvormittag bei eisigen Außentemperaturen im Gasthof Rinkens. Rund 40 Vereinstreue waren gekommen, um die Berichte des Vorstandes aufzunehmen und ihre erste Führungsreihe neu zu wählen.

Bei einer Zahl von 172 Mitgliedern, um sechs war die Schützenbruderschaft im vergangenen Jahr angewachsen, war somit etwa ein Viertel der Einladung von Geschäftsführer Andreas Sonntag gefolgt, während der 1. Brudermeister Franz-Josef Auer die Gäste herzlich begrüßte. Ebenso freute er sich über die Vertreter der Ortsvereine, ein Beweis dafür, dass in Neu-Lohn die ehrenamtliche Zusammenarbeit groß geschrieben wird und über das vergangene Jubiläum der 50 Jahre Umsiedlung hinausgehen soll. Bevor der Vorstand aufklärte, gedachte die Mitgliedschaft der Verstorbenen des vergangenen Jahres.

Sonntag berichtete über die Aktivitäten des Vereins in 2018. So folgte auf Königs- und Prinzenschießen das Schützenfest Ende Mai, dessen Startpunkt abermals die Zeltsause markierte und mit einer prominenten Mallorca-Sängerin besetzt wurde. Am Samstag des Festwochenendes zelebrierte man die Königsmesse und den Prinzenball, am Sonntag stand der Umzug durch das Dorf und der Königsball auf dem Programm, ehe das Schützenfest mit der Parade am Montag ausklang. Darüber hinaus schilderte Sonntag die Besuche befreundeter Bruderschaften, nach Bayern und zum Bundesfest nach Xanten.

Im Geschäftsjahr schloss man zudem unter anderem die Vertragsverhandlungen mit den Lohner Spielmannszügen erfolgreich ab. Mit dem Antrag auf Gemeinnützigkeit durchlief die Bruderschaft einen Verwaltungsprozess, der einiges an Mehreinsatz erforderte.

Anschließend legte Kassierer Franz Stollwerk die finanzielle Situation des Vereins offen. Einnahmen in Höhe von rund 16.600 Euro standen Ausgaben im Wert von 18.900 Euro gegenüber, sodass der Verein mit einem Minus das Jahr beendete. Nicht nur deswegen, aber hauptsächlich um in Zukunft flexibler agieren zu können, wurden die Mitgliederbeiträge, nachdem sie 2002 zuletzt angepasst worden waren, erhöht. Der Antrag dazu wurde einstimmig akzeptiert.

Doch zuvor wurde der Vorstand nach Empfehlung der zwei Kassenprüfer entlastet und die erste Riege neu gewählt. Einstimmig wiedergewählt wurden sodann mit Franz-Josef Auer der 1. Brudermeister, mit Andreas Sonntag der 1. Geschäftsführer und mit Franz Stollwerk der Kassierer. Zudem wurden die Kassenprüfer für das kommende Jahr bestimmt.

Nach dem Bericht der Jungschützen und dem Aufruf, auf moderne und offene Art Jungschützen aufzunehmen, betonte auch Franz-Josef Auer, dass die Zukunft der Jugend gehöre und auf ihr das Augenmerk bei der personellen Aufstockung des Unterbaus liege. Dazu gehört auch, dass man anstrebt, den Vorstand zu verjüngen. So ist das Ziel gesetzt: Jung und alt sollen gemeinsam die Schützentradition erhalten.

(mah)
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