Eschweiler: Ist die Germania noch zu retten?

Eschweiler: Ist die Germania noch zu retten?

Im Männerbereich ist die Indestadt seit Beginn dieser Saison ohne einen Fußball-Bezirksligisten. Und nun geben auch noch zwei von drei A-Ligisten Anlass zur Sorge.

Beinahe hoffnungslos erscheint die Lage von Germania Dürwiß nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten VfR Forst. Bereits nach elf Minuten lag das Schlusslicht vorentscheidend mit 0:2 hinten. Mit nun vier Punkten Rückstand auf Forst und acht Zählern auf den Drittletzten Eintracht Kornelimünster ist Rang 16 bis auf weiteres zementiert.

Das 1:2 gegen Alemannia Lendersdorf im heimischen Stadion am Blausteinsee bedeutete für Rhenania Lohn in der Kreisliga A Düren die sechste Verlustpartie in Folge. Die Konsequenz ist der Absturz auf Platz 13. Am kommenden Samstag geht es zu Salingia Barmen. Der 14. der Tabelle hat bisher vier Punkte weniger gesammelt als Lohn. Bei einer Fortsetzung der Negativserie würden wohl die Alarmglocken erklingen. Zumindest ein Zähler sollte herausspringen.

Verglichen mit den Germanen und Rhenanen befindet sich Fortuna Weisweiler als dritter A-Ligist im Bunde in einer Wohlfühlzone. Am Sonntag taten die Fortunen einmal mehr das, was sie in dieser Saison am häufigsten tun: Unentschieden spielen! Das 2:2 gegen den TSV Donnerberg war Remis Nummer zehn im 18. Punktspiel der Saison. Ein Hand- sowie ein Foulelfmeter für die Kupferstädter verhinderten den siebten Sieg der Spielzeit. Nun steht für den Vierten am Sonntag die Reise zum punktgleichen Dritten SG Stolberg, der allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen hat, auf dem Spielplan.

Unbeirrt marschiert in der Kreisliga B weiterhin der SC Berger Preuß Richtung Spitze. Auf dem eigenen Kunstrasen ließ der SC der Mannschaft von GW Pannesheide beim 4:0 keine Chance. Michael Kleemann per Doppelschlag setzte bereits in der ersten Halbzeit die Weichen auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Mike Gebauer und Hicham Boubrik. Darüber hinaus ließ der VfL Vichttal III, einer der Hauptkonkurrenten im Kampf um Platz zwei, beim torlosen Remis beim VfR Würselen wichtige Zähler liegen. Um ein Haar wäre sogar Platz eins in Reichweite gekommen, lag Spitzenreiter Euchen Würselen in seiner Partie gegen Schlusslicht Alemannia Mariadorf II doch bis zur 83. Minute mit 2:3 hinten. In der Schlussphase drehte der Tabellenführer das Spiel jedoch noch zu einem 4:3-Sieg um, so dass der Rückstand der Preußen vor dem Derby beim diesmal spielfreien SV St. Jöris weiterhin fünf Punkte beträgt. Durch den 3:2-Erfolg bei Union Ritzerfeld zog der Eschweiler FV am sonntäglichen Gegner vorbei und verbesserte sich von Platz sieben auf Rang fünf.

C-Liga-Klassenprimus ESG feierte mit dem 3:1-Heimsieg über den FC Stolberg II einen standesgemäßen Einstand in das Jahr 2015 und verteidigte den Ein-Punkt-Vorsprung (bei einem Spiel weniger) auf Eintracht Warden. Hinter dem Spitzenduo liefern sich der SC Berger Preuß II und Falke Bergrath ein Duell um Platz drei. Die Zweitvertretung der Berger Preußen kam gegen die SG Stolberg II nicht über ein 2:2 hinaus, die Falken siegten 3:1 in Venwegen und zogen mit dem Lokalrivalen nach Punkten gleich. Ebenfalls einen indestädtischen Zweikampf im Mittelfeld der Tabelle liefern sich der SCB Laurenzberg und Rhenania Eschweiler. Nachdem die Rhenanen vor einer Woche das direkte Duell für sich entschieden hatten, zog die Elf von der Pumpe mit einem 7:0-Erfolg über Schlusslicht Linden-Neusen II nach, während der SCB gegen Columbia Stolberg mit 1:2 das Nachsehen hatte. Somit schoben sich die Rhenanen als Zehnter bis auf zwei Punkte an den Neunten SCB heran.

Anders als bei den Männer verfügt die Indestadt im Frauenbereich mit Germania Dürwiß sehr wohl über einen Bezirksligisten. Und mit Falke Bergrath könnte in der kommenden Saison ein Zweiter hinzukommen. Nach der langen Winterpause benötigte der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Kreisliga im Auswärtsspiel beim FFC Baesweiler einige Minuten, um den Rhythmus zu finden, so dass die Falken zur Halbzeit „nur“ mit 1:0 vorne lagen. Im zweiten Abschnitt machten die Bergratherinnen dann dort weiter, wo sie zum Ende der Hinrunde aufgehört hatten und schraubten das Endergebnis auf 5:0. Eine Klasse höher fertigte Germania Dürwiß den Tabellenletzten Viktoria Ellen mit 6:0 ab und verbesserte sich auf Platz drei. Da sich Konzen und Bergheim im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter 1:1 trennten, liegt Dürwiß nur noch einen Punkt hinter Bergheim, während Konzen immer noch sechs Punkte Vorsprung aufweist.

(ran)