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Eschweiler: Ironman Effertz in Riccione am Start

Eschweiler : Ironman Effertz in Riccione am Start

Norbert Effertz, Triathlet des SC Delphin Eschweiler, konnte sich für die Teilnahme an den 10. Masters-Weltmeisterschaften der FINA im italienischen Badeort Riccione qualifizieren. Die Senioren werden mittlerweile international wie auch national als Masters bezeichnet.

Dieser Begriff trifft deshalb zu, weil viele frühere Weltklasseschwimmer sowie ehemalige Olympiasieger und Weltmeister am Start sind.

8000 Teilnehmer aus 68 Ländern

Es war eine alle Dimensionen sprengende Veranstaltung der Superlative vom 2. bis 13. Juni mit dem Rekord von weit mehr als 8000 Teilnehmern aus 68 Ländern, wie z. B. auch aus Madagaskar, Trinidad-Tobago, Macau. Zum Vergleich: Die nächsten olympischen Sommerspiele werden etwa 12.000 Aktive zählen.

Neben den äußerst stark vertretenen Gastgebern und deutschen Aktiven waren auch große Kontingente aus Frankreich, Russland, Japan, Schweden, USA und Mexiko anwesend. Bei den Schwimmwettbewerben starteten insgesamt 6.300 Aktive, verteilt in den einzelnen Altersgruppen beginnend mit 25 bis 29 Jahre und endend mit 95 bis 99 Jahre. Der Rest verteilte sich auf Wasserball, Synchronschwimmen und Kunstspringen.

Fulminantes Feuerwerk

Einen Tag nach der festlichen Eröffnungsfeier am 2. Juni auf der Piazzale Roma in Riccione mit zahlreichen Reden und einem fulminanten Feuerwerk begannen die sportlichen Vergleiche, welche simultan in zwei 50 Meter Becken, jeweils vor vollbesetzten Tribünen durchgeführt wurden. Einzelne Wettkämpfe wie etwa die 800 Meter Freistil zogen sich dabei bis zu elf Stunden hin.

Ältester Schwimmer war übrigens mit 96 Jahren der Deutsche Hans Hahn. Im Vergleich hierzu ist Effertz im Alter von 40 Jahren noch ein echter Jungspund. Bei starker Konkurrenz gelang es ihm zwar nicht, einen Podiumsplatz zu erreichen, vor dem Hintergrund einer Weltmeisterschaft zeigte er sich dennoch mit seinen Leistungen äußerst zufrieden. Sein Auftaktrennen über härteste Disziplin im Schwimmsport, die 400 m Lagen, beendete er als 15. der Altersklasse 40 bis 44 Jahre in 5.37,59 min.

Derzeit in Vorbereitung auf den Frankfurter Ironman-Triathlon, hat er bewusst auf allzu häufiges Sprinttraining verzichtet, dennoch reichte seine Zeit von 1:12,02 min über anschließenden 100 m Rücken für einen 20. Platz im vorderen Mittelfeld seiner Klasse. Seine ganze Routine aus unzähligen Triathlon-Rennen konnte er über die 3-km-Langstrecke im Meer vor Riccione ausspielen. Äußerst zufrieden beendetet er als schnellster Deutscher dieses Rennen als 23. (39:26,9 min) von knapp 90 Startern seiner Altersklasse und ließ dabei auch ehemalige Weltklasseschwimmer hinter sich.

Beachtliches Schauspiel

Damit zählt er zum Favoritenkreis für die im nächsten Jahr stattfindenden Deutschen Meisterschaften über 5 km in seiner Altersgruppe. Das Langstrecken-Rennen sei für ihn persönlich das herausragende Ereignis dieser Tage gewesen, versicherte er nachher. „Es ist schon ein beachtliches Schauspiel, wenn über mehrere Stunden hinweg die einzelnen Startgruppen das Meer durchpflügen. Die internationalen Kontakte in einer lockeren freundlichen Stimmung sind Momente, die man nie vergisst”, fasste er seine Eindrücke zusammen.

Das nächste Highlight steht an. Effertz freut sich darauf, eine ähnliche Stimmung beim Mitte Juli statt findenden Ironman in Frankfurt im Kreis seiner Vereinskollegen wieder erleben zu dürfen.