Eschweiler: Infoabend rund um das Thema Brustkrebs im St.-Antonius-Hospital

Eschweiler : Infoabend rund um das Thema Brustkrebs im St.-Antonius-Hospital

Wenn Frauen plötzlich einen Knoten oder eine Schwellung in der Brust ertasten, ist dies meist ein Schock. Denn viele verbinden damit direkt Brustkrebs. Doch nicht jeder Knoten deute automatisch auf eine Krebserkrankung hin.

„Veränderungen der Brust müssen nicht zwangsläufig bösartig sein“, erklärt Dr. Gabriele Küpper, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Leiterin des Euregio-Brust-Zentrums am St.-Antonius-Hospital. „Trotzdem sollten Frauen bei einem Tastbefund nicht zögern und die Ursache schnellstmöglich von ihrem Frauenarzt abklären lassen, um eine Krebserkrankung ausschließen zu können.“

Am Mittwoch, 8. November, informiert die Gynäkologin im Rahmen eines Infoabends im Krankenhaus-Restaurant Akzente über die diversen Knoten in der weiblichen Brust. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den gutartigen Tumoren. Los geht es um 18 Uhr.

Frauen, die regelmäßig ihre Brüste selbst untersuchen und bewusst abtasten, fallen Veränderungen der Brust meist schon früh auf. Sollte dabei ein positiver Brustkrebs-Befund auftreten, kann mit der Behandlung entsprechend schnell begonnen werden. „Frühzeitiges Erkennen von Brustkrebs steigert die Chancen auf Heilung der Erkrankung“, betont Dr. Gabriele Küpper, die deshalb dringend zur regelmäßigen Selbstuntersuchung sowie Kontrolle durch den Gynäkologen rät. Tatsächlich seien vier von fünf feingeweblich untersuchten Knoten aber gutartig. Je jünger die betroffenen Patientinnen sind, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Knoten nicht besorgniserregend ist.

Was sind gutartige Brusterkrankungen? Gutartige Veränderungen der Brust äußern sich auf sehr vielfältige Weise, wie zum Beispiel Schmerzen, Verhärtungen oder Knoten, verstärkte Sekretion von Flüssigkeit aus der Brustwarze, zyklusabhängiges Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust, Berührungsempfindlichkeit der Brust, Entzündungen der Haut oder der Brustwarze.

Besonders häufig kämen gutartige Brustdrüsenveränderungen vor, davon betroffen seien etwa neun von zehn Frauen, so die Chefärztin. Schätzungsweise zehn Prozent aller Frauen im Alter von etwa 15 bis 35 Jahren entwickeln zum Beispiel ein sogenanntes Fibroadenom. Das ist eine gutartige Geschwulst des Drüsen- und Bindegewebes der Brust. Während kleinere Fibroadenome normalerweise nicht behandlungsbedürftig sind, so können größere Fibroadenome, wenn sie Beschwerden bereiten oder auch weiter wachsen, operativ entfernt werden.

Daneben sind noch das Lipom (Fettgewebsgeschwulst), nicht tumoröse Veränderungen des Brustdrüsengewebes (Mastopathie), die Brustentzündung (Mastitis), ein Abszess oder Zysten Ursachen für Schmerzen in der Brust.

In ihrem Vortrag wird die Chefärztin vor allem auf die Vielzahl möglicher Knoten in der weiblichen Brust eingehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf gutartige Tumoren. Neben der Vorstellung einzelner Krankheitsbilder wird sie außerdem beleuchten, welche Möglichkeiten es im Bereich von Diagnostik und operativer Therapie gibt.

Im Anschluss an den Vortrag steht die Referentin für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

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