Eschweiler: Indestadion gehört bald der Vergangenheit an

Eschweiler: Indestadion gehört bald der Vergangenheit an

Es kommt Bewegung in die Kindergartenlandschaft der Stadt: Am Indestadion wird eine neue Einrichtung gebaut. Auch in Dürwiß soll sich die Gruppenzahl erhöhen. Allerdings steht noch nicht fest, an welchem Standort. Die Stadtverwaltung bevorzugt den Umbau der derzeitigen Hauptschule Dürwiß - aus Kostengründen.

Allerdings erfreut sie damit nicht die Mehrheitsfraktion der SPD und der CDU, die auch westlich der Jülicher Straße eine Einrichtung bauen möchte. Zudem müsste die Stadt hierfür Land erwerben.

Förderung fraglich

Der Standort am Indestadion hingegen ist unstrittig. Der Bau einer Kindertagesstätte dort soll eine Initialzündung für das gesamte Viertel sein. Zum einen soll die gesamte Fläche der Sportstätte bebaut werden, zum anderen soll das Umfeld erneuert werden. Als Vorbild dient das Projekt „Soziale Stadt - Eschweiler Ost”.

Der Technische Beideordnete Herrmann Gödde teilte jedoch vor wenigen Tagen mit, dass die Förderung alles andere als gesichert ist. Auch zu den Eigentümern der Bauten an der Gutenbergstraße will die Stadt Kontakt aufnehmen, um eine komplette Sanierung des Straßenzuges anzupacken. In einer Woche bringt der Stadtrat den Stein dort ins Rollen, indem der Flächennutzungsplan im Bereich des Indestadions geändert wird. Damit ist der Weg frei für den Kindergartenbau.

In Dürwiß herrscht noch Diskussionsbedarf. Gleich drei Varianten untersuchte die Stadt. Im Mittelpunkt steht dabei auch die eingruppige Einrichtung an der Schillerstraße, deren Weiterbetrieb nicht wirtschaftlich ist. Derzeit hat die Arbeiterwohlfahrt dort die Trägerschaft inne.

Die Möglichkeit, das Gebäude an der Schillerstraße abzureißen und dort eine vier- bis fünfgruppige Einrichtung zu bauen, dürfte die unwahrscheinlichste Lösung sein. Sie ist nach Berechnungen der Verwaltung nicht nur die teuerste mit 1,86 Millionen Euro, sondern birgt auch noch eine große Unsicherheit, weil hierfür Teile der heutigen Hauptschule abgerissen und vermarktet werden müssten. Die Fläche an der Schillerstraße und das Areal dahinter bieten sich hingegen für Neubauten an.

Mehr von Aachener Zeitung