Eschweiler: Indekirmes: In der Lore auf rasante Fahrt über dem Drieschplatz

Eschweiler: Indekirmes: In der Lore auf rasante Fahrt über dem Drieschplatz

Am Wochenende wird der Drieschplatz zum Rummelplatz, denn am Freitag öffnet die Indekirmes. Zum siebten Mal bauen die Schausteller dort ihre Fahrgeschäfte auf, was die Organisatoren dazu veranlasst, von einer Tradition zu sprechen.

„Wir brauchen ein bisschen gutes Wetter, dann wird die Indekirmes ein Riesenerfolg“, ist Rolf Lentzen, der 2. Vorsitzende des Schaustellerverbandes optimistisch.

Was seine Zuversicht schürt: Im vergangenen Jahr zahlten die Schausteller zum ersten Mal ein volles Standgeld an die Stadt. Dieses ist an den wirtschaftlichen Erfolg der Kirmes gekoppelt. „Das ist Interesse an der Kirmes ist stets gestiegen“, berichtet Lentzen. Nicht nur die Besucherströme nahmen zu, auch die Zahl der Bewerbungen der Schausteller aus ganz Deutschland wächst: Letztlich erhielten 35 Betriebe den Zuschlag.

Sie garantieren einen bunten Mix an Unterhaltung: vom klassischen Kinderkarussell für die Kleinen über den Autoscooter bis hin zu vier Großfahrgeschäften reicht die Palette. Auch bei den Attraktionen soll die Familienfreundlichkeit im Mittelpunkt stehen. Höher, weiter, schneller — dieses Motto ist nur für jüngere Besucher der Kirmes geeignet. Bei der Indekirmes ist diesmal erstmals eine Achterbahn dabei, bei der auch ältere und ganz junge Indestädter auf ihre Kosten kommen können. Auf 40 mal 15 Metern Grundfläche geht es in Goldgräber-Loren auf Berg- und Talfahrt. Auf traditionelle Kirmesbuden müssen die Besucher natürlich nicht verzichten.

Bestandteil des Stadtmarketings

Mit der Dürener Annakirmes oder dem Öcher Bend will sich die Indekirmes nicht messen. „Aber danach siedele ich bereits die Indekirmes, auch wenn vielleicht an dieser Stelle mein Ur-Eschweiler durchbricht“, sagt Bürgermeister Rudi Bertram, der den Budenzauber als wichtigen Bestandteil des Stadtmarketings wertet.

Was deutlich wird: Auch die Schausteller haben ihren Frieden mit dem Drieschplatz gefunden. Hingen anfangs noch viele an der Kirmes in der Innenstadt, die dem Bau des P und C an der Marienstraße zum Opfer fiel, so lobt der Schaustellerverband inzwischen den Platz am Patternhof. Wohl auch wegen der Parkplätze auf der hinteren Hälfte des Platzes, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. „Bei anderen Kirmessen ist man schnell mit sechs Euro dabei, wenn man einen Parkplatz haben möchte“, sagt Lentzen.

Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Rainer Neitzel macht deutlich, dass man an den bisherigen Regelungen nichts ändern möchte. Das gilt auch für das Standgeld. „Dies ist ein faires Miteinander, das sich in der Vergangenheit bewährt hat“, teilt er mit.

Zu diesen Zeiten hat der Budenzauber auf dem Drieschplatz geöffnet: Freitag, 4. April, ab 15 Uhr, bis 16 Uhr gilt die Happy Hour, um 17 Uhr erfolgt die offizielle Eröffnung mit dem Fassanstich des Bürgermeisters. Samstag, 5. April, und Montag, 7. April, ab 14 Uhr. Am Sonntag, 6. April, drehen sich die Karussells schon ab 12 Uhr.

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