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Eschweiler: Inde-Schlamm wird deponiert

Eschweiler : Inde-Schlamm wird deponiert

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat in dem Indeabschnitt zwischen der Brücke Bergrather Straße und Fußgängerbrücke am Schlachthof ein beschädigtes Geländer an der linksseitigen Ufermauer erneuert.

Kurzfristig entschloss sich der Wasserverband dazu, die bereits bestehende Baustellenabsicherung und Verkehrslenkung zu nutzen, um Sedimentanlandungen aus dem Vorland des Gewässerprofils, das nur bei Hochwasser überflutet wird, zu entfernen. Das Material hätte ansonsten zu einem späteren Zeitpunkt entnommen werden müssen, um die Hochwasserleistungsfähigkeit des Gewässers zu erhalten.

Das angespülte Material ist bei der Entsorgung nicht unkompliziert. „Das entnommene Sediment weist eine Belastungskombination aus Schwermetallen und organischem Material auf, wie es für die Inde in diesem Bereich nicht unüblich ist“, berichtet Marcus Seiler, Sprecher des WVER.

Da im weiteren Umfeld Eschweilers keine Deponie besteht, die Sedimente mit einer solchen Belastungskombination aufnimmt, entschloss sich der WVER, diese auf einer ihm gehörenden Parzelle „In den Benden“ zwischen Weisweiler und Eschweiler abzulagern. Dort wurde seinerzeit bereits im Randbereich der Inderenaturierung unterhalb von Eschweiler ein gleich belasteter Bodenaushub aus dem Renaturierungsgelände verbaut.

Es stellte sich jedoch heraus, dass der jetzt aus der Inde entnommene Aushub zusätzlich mit Müll durchsetzt war. „Dieser muss nun mit einer mobilen Siebanlage ausgesondert werden“, so Seiler. Der separierte Unrat werde dann ordnungsgemäß entsorgt.

Das gereinigte Material darf mit behördlicher Genehmigung anschließend dauerhaft dem Randbereich der der renaturierten Inde hinzugefügt werden. Die Siebearbeiten werden am Donnerstag dieser Woche beginnen und zwei Wochen dauern. Die Gesamtkosten liegen bei schätzungsweise 25.000 Euro.

(red)