Eschweiler-Röhe: In Gedenken an den Mai des Jahres 1977

Eschweiler-Röhe: In Gedenken an den Mai des Jahres 1977

39 Jahre ist es her, dass die Röher wieder durchatmen konnten, wieder neue Hoffnung schöpften, denn am vergangenen Samstag vor fast vier Jahrzehnten fand wieder die erste Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Antonius statt, nachdem das Gotteshaus im Mai 1977 bei dem verheerenden Kirchenbrand bis auf die Grundmauern zerstört worden war.

Grund genug für die emsige Gemeinde, ihr Pfarrfest am vergangenen Wochenende ganz in das Zeichen ihrer neu erbauten Kirche zu setzen und mit einer historischen Fotoausstellung Erinnerungen wach zu rufen.

Gerade in Zeiten der Not zeigt sich, ob eine Gemeinschaft zusammen hält. Dies haben die Röher Bürger vor 40 Jahren eindrucksvoll bewiesen, als sie nach dem großen Brand ihres Gotteshauses nicht verzagten und mit gemeinsamen Kräften anpackten. Die völlig verkohlte Statue Herz Jesu und das rußschwarze hölzerne Altarkreuz sind eindrucksvolle Zeitzeugen des Unglücks, dessen Ursache bis heute ungeklärt ist.

Sie sind zusammen mit zahlreichen Archivfotos zu den Gottesdienstzeiten der Pfarrkirche zu sehen und erfreuten sich am Pfarrfestwochenende bereits großen Interesses. Klaus Fehr vom Arbeitskreis des Röher Geschichtsvereins und Kaplan Andreas Züll dankten zur Ausstellungseröffnung am Samstag vor allem den vielen Feuerwehrleuten, die unter der Leitung von Hubert Kaldenbach am 15. Mai 1977 alles in ihrer Macht Stehende unternommen hatten, um das heilige Gebäude noch zu retten und natürlich den vielen fleißigen Helfern, die dafür gesorgt hatten, dass ein Jahr später das geistige Zentrum Röhes im neuen Glanz erstrahlen konnte.

In dessen Schatten lockte das Pfarrfest am Wochenende viele Besucher aller Altersklassen. Zwischen Goldwaschen und Luftballonkneten hatten sich die Organisatoren um Luzia Oellig, Otto Hermann, Uschi Braunleder und Erich Schröder wieder so einiges einfallen lassen, um vor allem den kleinen Pfarrfestbesuchern kurzweilige Stunden in Röhe zu bescheren.

Bei einem erfrischenden Cocktail der Pfadfinder oder einem kühlen Bier am Stand der KG Onjekauchde genoss das Pfarrfestpublikum am Samstagabend zunächst die Musik von „Puddelrüh“, um am Sonntag nach der Messe dann zu den Klängen des Trommler- und Pfeifercorps Röhe und der Männergesangvereins St. Gregorius die Seele baumeln zu lassen.

Ob Mai-Club, Karnevalsverein, Freiwillige Feuerwehr, Messdiener, Frauengemeinschaft, Pfadfinder oder das Kinderferienwerk, das Röher Pfarrfest lieferte auch 40 Jahre nach dem Kirchenbrand ein eindrucksvolles Zeugnis des Zusammenhalts im Eschweiler Ortsteil, allerdings zu einem wesentlich erfreulicheren Ereignis als noch im Mai 1977.

(vr)