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In der Städtregion Aachen sind aktuell noch 93 Infizierte

Corona-Update in der Städteregion : Noch 93 Corona-Infizierte bekannt

Viele neue Regelungen sind seit dem Gespräch zwischen Bund und Ländern für die kommende Zeit angekündigt, einige greifen direkt. Ab dem 15. Mai gilt nun auch eine neue Corona-Einreise-Verordnung. Die 14 Tage Quarantäne-Anordnung wird damit für viele Einreisende aufgehoben.

Die Krisenstäbe der Stadt der Städteregion Aachen registrierten am Freitagvormittag in der Städteregion 1.945 positive Corona-Fälle, davon 964 in der Stadt Aachen. 1.764 ehemals positiv auf das Coronavirus getestete Personen sind wieder gesund. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt zu diesem Zeitpunkt bei 88. Hinzugekommen ist ein 84-jähriger Mann. Damit sind 93 Menschen in der Städteregion infiziert.

Für den Fall eines neuerlichen Anstiegs der Infektionszahlen wurde im Gespräch zwischen Bund und Ländern eine neue Bemessungsgröße für ein Notfall-Szenario festgelegt. Dieses greift, wenn mehr als 50 Neuinfizierte in den zurückliegenden sieben Tagen auf 100.000 Einwohner auftreten. Dann müsste für die betreffende Region ein neues Beschränkungskonzept vorgelegt werden. In der Städteregion Aachen liegt, umgerechnet auf besagte Gleichung, derzeit die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohnern bei 5.

Neue Einreiseverordnung

Ab dem 15. Mai gilt eine neue Corona-Einreise-Verordnung. Für NRW ergibt sich daraus, dass Einreisende aus EU-Ländern sowie aus Großbritannien, Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz nach Nordrhein-Westfalen nicht mehr in Quarantäne müssen. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass auch für Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage aus dieser Staatengruppe eingereist sind, ab sofort die Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamtes nicht mehr gilt.

Personen, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus einem Staat außerhalb der genannten Staatengruppe einreisen und sich zuvor mehr als 72 Stunden außerhalb dieser Staatengruppe aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und diesen Aufenthaltsort für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise nicht zu verlassen. Dies gilt auch für Personen, die vor der Einreise nach NRW zunächst in ein anderes Bundesland oder in einen anderen Staat dieser Staatengruppe eingereist sind. Andere Bundesländer haben bereits angekündigt, diese Regelung übernehmen zu wollen.

Viele neue Regelungen sind seit dem Gespräch zwischen Bund und Ländern für die kommende Zeit angekündigt, einige greifen direkt. Die aktuelle Coronaschutzverordnung für NRW ist unter www.staedteregion-aachen.de/coronavirus eingestellt. Darin sind alle wesentlichen Themen geregelt – von Handel, Gastronomie, Schule, Kitas, Pflege über Freizeit-, Kultur-, Sport- und Vergnügungsstätten bis hin zu Tourismus und Beherbergung und mehr. Die Lockerungsmaßnahmen sind in der Regel mit strengen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben und in vielen Fällen auch mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verbunden.

Seit dem 11. Mai dürfen in NRW auch Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen und Speisenangebot wieder öffnen – sowohl die Innen- als auch die Außenbereiche und Räumlichkeiten für erlaubte Veranstaltungen und Versammlungen. Allerdings geht auch diese Lockerung der Coronaschutzverordnung mit strengen Auflagen einher. So müssen Tische beispielsweise mindestens eineinhalb Meter auseinander stehen.

Zudem werden Gäste namentlich registriert, um eventuelle Ansteckungen besser identifizieren und rückverfolgen zu können. An den Tischen dürfen aktuell Personen aus maximal zwei Haushalten zusammenkommen. Beschäftigte mit Kontakt zu den Gästen müssen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Nicht betroffen von den Lockerungen sind Bars und Discotheken. Diese müssen weiterhin geschlossen bleiben. Ebenso Buffets mit offenen Speisen.

Abtrichzentrum weiter geöffnet

Das Abstrichzentrum am Aachener Tivoli ist an Werktagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/51987500 anrufen. Gehörlose können sich per E-Mail an KAZ-Leitung@staedteregion-aachen.de wenden, um einen Termin nach Prüfung zu erhalten. Bei der Vorprüfung wird abgeklärt, ob die Bedingungen für eine Testung grundsätzlich erfüllt sind. Die Empfehlung des Robert Koch-Instituts sieht derzeit vor, dass sich alle Personen, die Krankheitssymptome (Fieber, grippeähnliches Gefühl, Schnupfen, Husten, Atemnot, Halsschmerzen, Geruchs- oder Geschmackssinn verändert oder verloren) aufweisen, testen lassen können.

Die Krisenstäbe weisen darauf hin, dass die beschlossenen Maßnahmen auch weiterhin eingehalten werden müssen. Die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Metern, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie auch die Kontaktbeschränkungen gelten grundsätzlich bis zum 5. Juni weiter. Neu ist, dass seit dem 11. Mai auch Treffen mit Personen eines weiteren Hausstands möglich sind. Die Krisenstäbe bitten weiterhin um solidarisches Verhalten und appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger.

Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. Für Bürger der Städteregion Aachen ist seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline unter 0241/510051 (montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr) eingerichtet.