Eschweiler: In der Schule schmeckts nur so „naja”

Eschweiler: In der Schule schmeckts nur so „naja”

Wenn es Noten für das Essen in den Offenen Ganztagsgrundschulen geben würde, dann lautete der Durchschnitt im Moment „naja”. Sie läge also irgendwo zwischen nicht wirklich gut und nicht wirklich schlecht. Die Schulen geben der Stadt tatsächlich ein Feedback darüber, wie es den Schülern mundet.

Wobei die Geschmäcker verschieden sind. „Wir bekommen beim gleichen Essen unterschiedliche Bewertungen”, berichtet Dieter Kamp, Leiter des auch für die Schulen zuständigen Referates bei der Stadtverwaltung.

In der einen Schule kann ein Essen auch mal kalt ankommen, in der anderen wars noch warm. Aber auch solche Pannen dürfte es nicht geben. „Kinder sollen vernünftiges Essen bekommen. Da sind wir besonders kritisch”, versichtert Kamp.

Zum Schuljahresbeginn vor eineinhalb Jahren hatte die Stadt den Lieferanten gewechselt und eine Beschäftigungsinitiative damit beauftragt, die Ganztagsschüler zu bekochen. Rund 380 warme Mahlzeiten werden am Tag in die Grundschulen geliefert.

Dass sich der Schulträger vom jetzigen Lieferanten trennen wird, habe aber eine anderen Grund. „Mit den neuen Hygienevorschriften der EU ab 1. Januar wird der bisherige Anbieter nicht klarkommen können”, sagt Kamp. Sie zu erfüllen, setze einfach eine andere Infrastruktur in der Küche voraus.

Spätestens mit dem neuen Jahr dürften sich die jetzigen Beschwerden also erledigt haben. Der Schulausschuss wird sich am Mittwoch, 18. November, mit dem Thema befassen.

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