Hardcore-Musikszene: Im „Check In“ gibt‘s was auf die Ohren

Hardcore-Musikszene : Im „Check In“ gibt‘s was auf die Ohren

Fans der Hardcore-Musikszene versammelten sich einmal mehr im Jugendzentrum „Check In“, um gemeinsam einen „richtigen Abriss zu feiern“, wie die vier Bands des Abends einhellig versprachen.

Die Mobile Jugendarbeit der Stadt Eschweiler konnte zusammen mit der Eschweiler Hardcore-Punk-Band „Take Your Guilt“ den musikalischen Marathon für Freunde der härteren Ton- und Gangart organisieren. Die Kooperation hat bereits Tradition, wie „TYG“-Sänger Henning vor der Show betonte. „Es macht einfach Spaß in der Heimat abzufeiern und hier etwas zu organisieren!“, so der Leadsänger der 2015 gegründeten Band.

Rund 70 Fans wagten sich in den Konzertraum im Jugendzentrum „Check In“, um bei heißen Temperaturen zu headbangen und sich in den Mosh-Pit vor der Bühne zu stürzen. Zur Eröffnung brauchte die Band „Slab Strike“ nicht lange, um das Publikum für sich zu gewinnen. Die Band aus Siegen war mit ihrem neuen Bandmitglied Benni und den Songs ihres Albums „World At War“ angereist und machte direkt klar, woher der musikalische Wind weht.

Als Nächstes standen die Lokalmatadore von „Take Your Guilt“ in den Startlöchern, die die Songs ihrer 2017 veröffentlichten EP „TYG“ (siehe Info-Box) — „Lame Excuses“ und „No Compromise“ — dem heimischen Publikum präsentierten. Ein dröhnender Bass, harte Screams und rockige Gitarrenriffs sind dabei in den vergangenen drei Jahren die verlässlichen Begleiter der Band.

Ganz frischen Sound hatte die Band „Relations“ im Gepäck, die im August ihre Platte „From Birth to Death“ veröffentlichte. Die fünf Jungs aus Arnsberg mit dem einprägenden Gesangsduo Roman Lorusch und Florian Schmidt orientieren sich an bekannten Genreklassikern wie Terror und Parkway Drive, die auf so manchem Shirt und mancher Kutte im Publikum ebenfalls vertreten waren.

„Modernen und energetischen Hardcore mit Respekt für die Wurzeln der Szene“, hat sich die erfahrenste Band des Abends — „Defeated Decade“ — auf die Fahne geschrieben, die aus Weert nach Eschweiler kam, um den versprochenen „Abriss“ standesgemäß zu zelebrieren. Mit ihrer EP „Watch the World burn“ lieferten sie dafür den passenden Soundtrack. Schweißüberströmt und ausgepowert klang der Abend aus im „Check In“ und auch Christian Kolf von der Mobilen Jugendarbeit freute sich, dass das Event erneut einen so guten Anklang finden konnte.

(cheb)
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