St. Jöris: IG St. Jöriser Karneval feierte ihre zehnte Damensitzung

St. Jöris : IG St. Jöriser Karneval feierte ihre zehnte Damensitzung

Die zehnte Damensitzung des Interessengemeinschaft (IG) St. Jöriser Karneval drohte am Freitagabend wegen eines großflächigem Stromausfalles nicht stattzufinden. Denn: „Ohne Strom steht man ganz schön blöd da“, so die erste Vorsitzende Margret Böhnke. Glücklicherweise war dieser um halb sieben vorbei und die Sitzung konnte mit guter Stimmung über die Bühne gehen.

Auch Prinz Christian III. und Gefolge waren hin und weg, die St. Jöriser in „dem altehrwürdigen Gebäude“ (Prinz Christian III.) der Klosterkirche besuchen zu dürfen und sorgten mit auflockernden Witzen und Liedern, darunter „Mani, der Esel“, für Lacher und Stimmung unter den Damen.

„Die füllen die Bühne“, kündete Margret Böhnke stolz die Garde des IG St. Jöriser Karnevals an, die von den „Stoppelhusaren“ zuvor mit einem musikalischem Beitrag auf die Bühne begleitet worden war. Von Tanja Büttgen trainiert, legten die Tänzer eine einwandfreie Show auf die Bretter. Auch das Mariechen der Garde Eileen Pelzer beeindruckte mit ihrem Solo und wurde aufmerksam vom Prinzen Christian III. und Zerm Frank verfolgt, die sich extra Zeit genommen hatten, um die Show der Garde zu verfolgen.

Mit einem abwechslungsreichen Karnevalsmedley brachten die Föttis ordentlich Stimmung in das Kloster und es wurde auf Stühlen getanzt und gesungen. Die bunt aus St. Jöris zusammengewürfelte Truppe hatte mit viel Engagement und Mühe eine kunterbunte Darbietung zusammengestellt, die mit Jubelschreien des Publikums begleitet wurde. Zum Ende des Auftrittes wurde ein Banner mit der Aufschrift St. Jöris empor gehalten und jedes Mitglied betrat verkleidet als ein bestimmter Verein aus St. Jöris die Bühne, was für zusätzlichen Beifall sorgte.

Eine weitere Playbackguppe stellte die Kölner Mundart-Band Brings dar und brachten mit Songs wie „Poppe, Kaate, Danze“ und „Halleluja“ das Blut der Damen zum Kochen brachten. Auch ein kleiner Fanclub der Gruppe war anwesend, der ordentlich mitfeierte.

Für die ersten Lacher der Sitzung sorgte Stefanie Büscher, die mit ihrem einwandfreiem Platt Witze wie „Mein Sohn hat ein Bordell, das läuft so gut, dass meine Frau drei Mal die Woche aushelfen muss“ oder „Die Nüsse sind aus den Ferrero-Küsschen, die kannste haben, die Nüsse mag ich nämlich nicht“ präsentierte.

Als das altbekannte Damengespann Dorothee und Siegried die Bühne betrat, konnten sich die Teilnehmer der Damensitzung vor ausgelassenem Lachen kaum noch halten. Bei der Beschreibung des „demokratischen BHs“ von Dorothee der die Großen stützt, die Kleinen hält und und die Massen verbindet gab es auch für die Letzten kein halten mehr.

Durch die Awo- (Arbeiterwohlfahrt) Girls Dürwiss wurden die Karnevalisten „ans Meer entführt“, so Margret Böhnke. Mit verschiedenen Strandrequisiten, darunter Strandbälle und ein Gummiboot, führten sie als Matrosen verkleidet zu meeresbezogenen Songs Choreographien auf, die den Besuchern ein Lächeln auf das Gesicht zauberten und zum Mitschunkeln verführten.

Sie rockten die Bühne und die Zuschauer rockten mit. Der Auftritt von Puddelrüh machte die Damensitzung für kurze Zeit zu einem Konzertsaal. „Danke für die Bombenstimmung, ihr seid super geil“, freute sich Margret Böhnke über den Aufritt. Diese Bombenstimmung ebbte nicht ab, als Willi und Ernst (Willi Naumann und Ernst Schneider) die als Marienkäfer verkleideten Frauen zum Schwitzen brachten. Willi hatte sich in einen der Marienkäfer verschossen und sang ihm nach einem kurzen Gespräch ein Ständchen, bei dem Ernst tatkräftig mithalf und den Hintergrundsäger gab. Auf die Antwort, dass das Hobby des Marienkäferweibchens Gitarre spielen sei, antwortete Willi gelassen, dass er auch viele Saiten habe, wandte sich zu Ernst und rief: „Es läuft super, Ernst.“

Das Männerballet der KG Narrenzunft trat als Küken kostümiert auf die Bühne und bot einen Tanz, der unter den Damen zu einer großen Belustigung führte. Zum Ende des Acts betrat die erste Vorsitzende Margret Böhnke nochmals die Bühne und hielt ein Hühnerei in die Höhe. „Ihr habt ein Ei verloren“, rief sie schmunzelnd aus.

Für Bewunderung der Zuschauer sorgte der Auftritt der Fire Birds des KG Garderegiment Weiß-Rot die in der abgedunkelten Klosterkirche mit roten Lichteffekten zum Tanz für Staunen sorgten. Die danach folgende rhythmische südamerikanisch angehauchte Musik heizte den Publikum mit ordentlich Feuer ein. Zum Ende des Programms trat das Trompeterkorps Eefelkank die Bühne und brachte das Publikum noch mal richtig zum Feiern.

„Es war einer wunderschöne Sitzung mit einer tollen Stimmung und ich freue mich schon auf die Nächstjährige“, verabschiedete sich Margret Böhnke von den Jecken.

(mio)
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