Eschweiler: Ideen für die nördliche Innenstadt: Auch die Jugend ist gefragt

Eschweiler: Ideen für die nördliche Innenstadt: Auch die Jugend ist gefragt

Weihnachten ist gerade vorbei. Doch der Wunschzettel kann gleich draußen bleiben. „Eure Chance, Zukunft mitzugestalten!”, steht in großen Lettern auf dem Flyer, der Jugendliche dazu auffordert, sich einzubringen. Es geht um die Neugestaltung und um Perspektiven für die nördliche Innenstadt.

Seit Monaten arbeiten der Technische Beigeordnete Hermann Gödde und sein Team daran, die Öffentlichkeit mit einzubinden. Die Idee der Mobilen Jugendarbeit, gemeinsam mit den politischen Jugendorganisationen speziell junge Indestädter nach ihren Wünschen und Vorschlägen zu fragen, unterstützt der Stadtplaner voll und ganz.

„Es sollen schließlich nicht nur die Ü40- und Ü50-Fraktionen mitbestimmen und reden, sondern auch die Jugend”, sagt Gödde. Das sieht auch Jugendamtsleiter Heinz Kaldenbach so: „Die jungen Leute von heute sind die Bürger von morgen. Die Älteren können zwar planen, aber leben tun später vor allem die Jüngeren in der Stadt.”

Dafür möchte man am Samstag, 9. Januar, ein so genanntes „Word-Caf” auf die Beine stellen. Im Jugendtreff „Oase” soll in moderierten Kleingruppen über die verschiedensten Aspekte und Themen rund um die nördliche Innenstadt diskutiert und geplant werden.

„Gegen den Strom denken”

Dass der Ist-Zustand alles andere als ansprechend daherkommt - gerade für junge Leute - motiviert alle Beteiligte nur noch mehr, daran endlich etwas zu ändern. Hermann Gödde fordert daher ganz bewusst, einmal alle Schranken und Grenzen auszublenden. „Gegen den Strom denken”, lautet sein Motto. „Die Gedanken sind schließlich frei.” Ob Bowlingbahn oder Skaterhalle, Discomeile, Cocktailbar oder andere kultige Treffpunkte für junge und junggebliebene Eschweiler - beim kreativen Ideensammeln darf´s gerne unkonventionell zugehen.

Adé Tristesse zwischen Gasse, Markt und City-Center. „Wir wollen Jugendlichen zeigen, dass sie direkt Einfluss auf ihre Stadt, auf ihr Umfeld haben”, unterstützen Andreas Lutter und seine Juso-Mitstreiter das Projekt.

„Jetzt ist die Gelegenheit!”, weiß auch Christina Kaiser von den Jungen Liberalen. Man höre leider viel zu oft, dass junge Leute aus Eschweiler wegziehen wollen, weil zu wenig geboten werde. „Daher ist die Zukunftswerkstatt eine tolle Sache”, hofft Thomas Schlenter von der Jungen Union auf eine rege Beteiligung. Flyer liegen in den Ferien in Eschweiler Geschäften aus, die Jung-Politiker wollen an den beiden Schultagen vor der Zukunftswerkstatt die Flugblätter dann auch am Bushof verteilen.

Die Mobilen Jugendarbeiter Oliver Krings und Olaf Tümmeler betonen, dass es ein Hauptanliegen der Aktion ist, Jugendliche zu mobilisieren und zu motivieren, sich einzumischen. „Wir wollen sie als Experten ernst nehmen”, setzt Krings auf einen nachhaltigen Prozess. Denn nicht nur die Ideen der jungen Indestädter sind gefragt, sie sollen in der Folge auch über den Stand der Planungen regelmäßig informiert werden.

Die nördliche Innenstadt ist der Kern Eschweilers; die historische Stätte, wo man Wurzeln bis ins frühe Mittelalter finden kann. Nun sollen auf diesem Boden die Voraussetzungen für die Zukunft der Indestadt geschaffen werden. Klar, dass die Stimme der Jugend da nicht fehlen darf.

Wer also etwas dazu beitragen möchte, sollte sich Samstag, 9. Januar, rot im Kalender markieren. Denn für gute und kreative Ideen ist auf dem „Wunschzettel nördliche Innenstadt” immer noch Platz.