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Eschweiler-Dürwiß: HSO-Band stellt ihr neu produziertes Album vor

Eschweiler-Dürwiß : HSO-Band stellt ihr neu produziertes Album vor

Die große Reise haben sie bereits hinter sich, doch nun entführten die Musiker zurück in der Heimat jene, die erwartungsvoll darauf hin gefiebert hatten. Nach zweieinhalb Jahren und ihrem Jubiläum gab sich die HSO-Band die Ehre, ein zweistündiges Konzert in der Festhalle Dürwiß zu spielen.

Einen besonderen Anlass gab es auch dieses Mal: Die Big Band präsentierte ihr neu produziertes Album „In Your Life“ mit vier Eigenkompositionen.

Es ist fast so wie bei manchen Großen und Erfolgreichen in der Musikszene, die sich rar machen und alle paar Jahre mal ein neues Album herausbringen und auf Tour gehen. Die HSO-Band hat sich seit mehr als zwei Jahrzehnten einen Namen für Big-Band-Sound erarbeitet hat. Unterwegs ist die Band, die mehr als ein Dutzend Musiker in sich vereint, aber das ganze Jahr, nicht nur als Begleitorchester bei Karnevalssitzungen, sie sorgt auch für das musikalische Gewand bei Galas und Festen aller Art.

Und sie macht sich somit dann doch alles andere als rar. Einmal im Jahr geht es zudem hinaus in die weite Welt, die siebte Namibia-Tour spielte die HSO-Band Mitte April, gleichzeitig ein besonderer Geburtstag, denn in der deutschen Kolonie wurde der 66. Karneval gefeiert.

Was dann doch Seltenheitswert hat sind die Konzerte, bei denen ausschließlich die HSO-Band der Anlass ist. Nun war es nach 2015 wieder soweit, die Musiker hatten sich ins Zeug gelegt, Anfang des Jahres wurde ein Album in dem Renaissance Studio Cologne aufgenommen. Auf der Platte, die den Titel „In Your Life“ trägt, sind unter anderem vier Eigenkompositionen zu hören. Für den Silberling verantwortlich ist vor allem das Trio, das auch bei dem Konzert den Ton angab. Holger Gilles führt die Band bereits seit Jahren an und sorgte auch beim Konzert unmerklich dafür, dass harmonisch Song auf Song folgte.

Sein Sohnemann Hendrik hat das Musizieren schon vor längerer Zeit für sich entdeckt, haute beim Konzert in die Saiten, sang die rockigeren Stücke und hatte die neuen Lieder gemeinsam mit Oliver Schmitt komponiert. Schmitt war aber nicht nur Komponist für das Album, er begeisterte bei dem Konzert abermals als Frontsänger, seine Stimme sucht die ganz großen Stücke amerikanischer Superstars wie Frank Sinatra und Tom Jones.

Nachdem „In Your Life“ bereits zur Namibia-Tour erschienen war, folgte nun die offizielle Präsentation in der Festhalle Dürwiß. Festlich dekoriert wurden die Gäste an runden Banketttischen mit Tapas, Snacks und Getränken bewirtet. „In allen Dingen lebt ein Lied“, Oliver Schmitt eröffnete mit Udo Jürgens, einer Ballade und Pathos den Abend.

Die Reise konnte losgehen. „Sway“ und „Delilah“ waren ebenso Klassiker wie „Music“ von John Miles. Jüngere Kompositionen fanden ebenso Platz im Set der HSO-Band, eine Hommage an Roger Cicero sang Hendrik Gilles. Rein instrumental wurde es teilweise auch und die Solos der Bläser wurden dankbar angenommen. Die Eigenkompositionen gaben dann zweifelsohne die besondere Note. Zwei Balladen schmückten die erste Spielzeit: „Speechless“ — die Idee entstand im vergangenen Jahr mit Ukulele am Pool in Afrika — und das titelgebende Stück „In Your Life“, das Jung und Alt verbindet.

Nach gut einer Stunde Musik und einer Pause folgte die zweite Hälfte des Konzerts. „Broken heart“ war die schnelle Eigenkomposition, die diese Halbzeit eröffnete, Jubelrufe und tosender Applaus waren stets der Begleiter, nachdem ein Song beendet wurde. Tanzbar sollte es auch werden, kündigte Sänger Schmitt bereits zu Beginn das Konzert an. So wurde es auch mit Stücken von Tina Turner und Udo Jürgens. Zwei große Nummern beendeten das Konzert: „Purple rain“ von Gilles interpretiert und Sinatras „My way“ von Schmitt gesungen.

Begeistertes Publikum

Lauthals Zugabe forderte das Publikum, das dafür gesorgt hatte, dass die Festhalle ausverkauft war. „Namibia SixtySix“ war das vierte Stück, das anlässlich des afrikanischen Karnevals produziert wurde. Die HSO-Band — misst man dies an dem Zuspruch der Zuhörer und -schauer — hatte überzeugt, das neue Album fand seine Abnehmer und dann ging das Fest weiter. Bei der After-Show-Party klang der Abend dank DJ locker aus.

(mah)