HSO-Band heizt dem Publikum beim Konzert in der Festhalle Dürwiß ein

„Wir musizieren immer weiter“ : HSO-Band gibt fulminantes Konzert in Dürwisser Festhalle

Sie sind Wiederholungstäter. Die HSO-Band hat nach ihrer Albumpräsentation im vergangenen Sommer nach einem halben Jahr abermals in der Festhalle Dürwiß ein Konzert gespielt, bei dem glanzvolle Momente und Big-Band-Sound präsentiert wurden.

Die Devise lautete: „Wir musizieren immer weiter.“ Das stellte Sänger Oliver Schmitt im Verlauf des Konzerts klar und ebenso deutlich war die Begeisterung des Publikums zu hören und zu sehen, Jubelrufe und Standing Ovations wiederholten sich während der über zweistündigen musikalischen Darbietung der Band.

Im vergangenen Juni resümierte das Orchester um Leiter Holger Gilles nach dem Konzert der Albumveröffentlichung einen erfolgreichen Abend, auf den eine große Nachfrage nach einer neuen Auflage folgte. So entschied sich das Ensemble, das über ein Dutzend Musiker umfasst, für das Neujahrskonzert und begrüßte in festlichem Ambiente die gut gefüllten Reihen oder besser gesagt Kreise.

Das musikalische Programm beinhaltete – das war keine große Überraschung – die Titel, die von Oliver Schmitt und Hendrik Gilles, komponiert wurden. Enthusiastisch nahm das Publikum die eingängigen Songs wie „Broken heart“, „Speechless und „In your life“ auf und Schmitt war berührt, dass die eigenen Lieder den Weg in die Herzen fanden, „ein Traum für jeden Musiker“.

Zwischen den Eigenproduktionen bot die HSO-Band in gewohnter Manier zeitlose Melodien, Künstler wie John Miles, Phil Collins und Udo Jürgens wurden auf eigene Art und Weise interpretiert. So außergewöhnlich die Performance von Oliver Schmitt, gesanglich und bewegungstechnisch, war, so zeichnete sich die Stimme von Hendrik Gilles ebenfalls durch Wiedererkennungswert aus. Die Rock’n’roll-Variante der Ballade „Chasing cars“ war ein Experiment und der Hinweis, dass Gilles auch, aber nicht nur in rockigen Genres zu Hause ist. Die weibliche Partie erfüllte Andrea Lux, die einerseits im Background stimmlich unterstützte. Andererseits überzeugte sie ebenso im Vordergrund alleine oder im Duett mit Schmitt.

Nach mehr als zwei Stunden, davon mit einer halbstündigen Pause zum Luftholen, war das Kunststück vollbracht. Der Spagat zwischen verschiedenen Genres, zwischen instrumentalen und gesanglichen Darbietungen und zwischen akustischer und visueller Show war gelungen und die After-Show-Party bot die Chance, den Abend allmählich ausklingen zu lassen.

(mah)
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