Eschweiler: Hobby-Jazzer gucken Profis auf die Finger

Eschweiler: Hobby-Jazzer gucken Profis auf die Finger

Es ist rund 20 Jahre her, dass Helmut Bächle ein Musikgeschäft in der Aachener Innenstadt aufsuchte und den Wunsch äußerte, ein Saxophon zu kaufen. „Noten lesen konnte ich damals nicht, aber die Liebe zur Jazzmusik war bereits vorhanden”, denkt der Wahlindestädter zurück. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan.

Bereits zum vierten Mal organisiert Helmut Bächle in diesem Jahr einen Jazz-Workshop, in dem Hobbymusiker die Gelegenheit erhalten, drei Tage lang mit Profimusikern zu arbeiten.

Von Freitag, 3. Juli, bis Sonntag, 5. Juli, steht bei ihm, den sechs Dozenten sowie den bislang rund 30 Workshopteilnehmern alles im Zeichen der Jazzmusik. In der Aachener Mufab (Grüner Weg 28) findet jeweils Vor- und Nachmittags der Unterricht statt. Garniert wird der Workshop mit dem Dozentenkonzert am Freitag-, der Jamsession am Samstag- sowie dem Abschlusskonzert am Sonntagabend, bei dem alle Teilnehmer das neu Erlernte präsentieren können. Der Beginn der Konzerte, die im „Franz Aachen” (Franzstraße 74) stattfinden, ist jeweils um 20 Uhr.

Idee vor einigen Jahren

Begonnen hat alles vor einigen Jahren, als Helmut Bächle selbst an einem Jazz-Workshop teilnahm. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, so etwas muss es auch in der Region Aachen geben”, fasste der 50-Jährige einen Entschluss.

Als er wenig später ein Konzert des Saxophonvirtuosen Claudius Falk besuchte, sprach er diesen in der Pause einfach an, ob er nicht interessiert sei, einen Workshop zu leiten. „Zwar bejahte Claudius Falk meine Frage, doch ich bin mir nicht sicher, ob er wirklich glaubte, dass ich meine Idee in die Tat umsetzen würde. Doch wenige Tage später hatte ich bereits 18 Interessenten an der Hand”, berichtet Helmut Bächle, der vor drei Jahren nach Eschweiler zog.

Aus dem reinen Saxophon-Seminar des Jahres 2006 mit einem Dozenten ist inzwischen ein Workshop für Schlagzeug, Saxophon, Bass, Klavier und Gitarre mit sechs hochkarätigen Dozenten geworden. „Die Vielfalt gibt uns die Möglichkeit zu zahlreichen Variationen und Bandzusammenstellungen”, betont Helmut Bächle. Ihre Vorstellungen können die Workshopteilnehmer am Sonntag, 28. Juni, artikulieren. Dann findet um 11 Uhr in der Mufab ein „Kennenlerntreffen” zwischen den Dozenten und den Kursteilnehmern statt.

Von letzteren sind weitere übrigens herzlich willkommen. „Vor allem Bassisten und Schlagzeuger sind Mangelware”, macht Helmut Bächle deutlich. „Wer mitmachen möchte, muss Begeisterung mitbringen, zu improvisieren und auf andere Menschen zuzugehen. Und er sollte wissen, was sich hinter Quinte und Terz verbirgt, also Grundkenntnisse haben”, erklärt er.

Anmeldungen sind nach wie vor bei Helmut Bächle unter 879430 oder per mail unter helmut.baechle@arcor.de möglich. „Gibt es bei der Teilnahmegebühr von 199 Euro Schwierigkeiten, können Interessenten mich ansprechen”, so Helmut Bächle.

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