Eschweiler: Hickhack um Kleinspielfeld geht in Verlängerung

Eschweiler : Hickhack um Kleinspielfeld geht in Verlängerung

Das Hickhack um das Kleinspielfeld am Kinzweiler Sportplatz geht in die nächste Runde. Die Sozialdemokraten vertagten die Entscheidung, was mit dem Feld geschehen soll.

Es kann nach einer Nachbarschaftsklage seit Jahren nicht genutzt werden. Schon vor zwei Jahren fassten die Kommunalpolitiker — auch mit den Stimmen der SPD — den Beschluss, die Anlage in Kinzweiler abzubauen und in Weisweiler an der dortigen Grundschule wieder zu errichten. Die Stadtverwaltung äußerte jedoch Bedenken, was den Weisweiler Standort betrifft. In der Sportausschusssitzung stimmten die Sozialdemokraten und die Grünen dafür, die Entscheidung zu verschieben.

Bei den anderen Parteien stieß diese Haltung auf Unverständnis: „Seit sechs Jahren steht fest, dass das Spielfeld nicht genutzt werden kann und plötzlich besteht neuer Beratungsbedarf“, meinte der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Berndt (CDU). In die gleiche Kerbe schlug auch UWG-Vertreter Manfred Waltermann: „Ich sehe keinen konkreten Grund, nicht über die Vorschläge der Verwaltung abzustimmen.“ Die Grünen schlugen als Alternativstandort ein Areal auf dem Ringofengelände vor — dies solle die Verwaltung prüfen.

Drei Varianten standen zur Entscheidung: das Spielfeld am Platz der Sportfreunde Hehlrath zu belassen, wo es allerdings nicht genutzt werden kann. Ein weiterer Vorschlag der Verwaltung sieht vor, die Anlage in Kinz­weiler abzubauen, einzulagern und später an einer „geeigneten Stelle“ wieder aufzubauen. Option Nummer drei sieht den vom Sportausschuss eigentlich schon beschlossenen Umzug in den Kulturpark nach Weisweiler vor, was jedoch mit „Risiken“ verbunden sei.

Konkret heißt es dazu: „Alle geprüften Standorte werden aus Gründen des Landschaftsschutzes, des Immissionsschutzes und auch aufgrund fehlender Sozialkontrolle als sehr kritisch und problematisch angesehen, so dass von der Verwaltung explizit von einer Verlegung in den Park abgeraten wird.“ Den Vorschlag der Sportfreunde Hehlrath, ein anderes Gelände in der Nähe der Kinz­weiler Grundschule für das Kleinspielfeld zu nutzen, wird ebenfalls kritisch gesehen.

Nun geht das Hin und Her um das DFB-Kleinspielfeld in die nächste Runde. Teuer wird eine Verlegung auf jeden Fall: Im Rathaus rechnet man mit Kosten in Höhe von etwa 55.000 Euro.

(pan)
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