Eschweiler-Nothberg: Heiligen Messe läutet Nothberger Oktavwoche ein

Eschweiler-Nothberg: Heiligen Messe läutet Nothberger Oktavwoche ein

Die „Schmerzhafte Mutter Gottes“ als Sinnbild dessen, was Liebe zu tun vermag: Unter diesem Leitsatz stand die Heilige Messe, die am Montagabend Pfarrer Hannokarl Weishaupt und Pfarrer Erik Pühringer, Regionaldekan der Eifel, im Rahmen der Nothberger Oktavwoche gemeinsam mit den Gläubigen in der gut besuchten Pfarrkirche St. Cäcilia feierten.

In seiner sehr lebhaft und emotional vorgetragenen Predigt brachte der Geistliche aus Mechernich seine Gedanken zu den Begriffen „Glaube, Gnade, Schrift — allein durch Christus!“, die das zentrale Thema der Oktavwoche darstellen, in Verbindung zum Handeln Marias zum Ausdruck.

„Da ist eine junge Frau, die von Gott ausgewählt wird, Gnade erfährt. Sie wird von Gott geliebt und angenommen“, so Pfarrer Erik Pühringer. Und wie reagiert Maria? Mit einem kaum nachvollziehbaren Glauben sei sie bereit, den Willen Gottes anzunehmen und auszuführen. „Sie sagt aus ihrem Glauben heraus Ja und vertraut sich so Gott bedingungslos an!“ Und dies, obwohl wir aus der Schrift erführen, das Maria oft nicht verstehe, was geschehe. Deswegen lasse sie ihr mit Liebe durchdrungenes Herz sprechen. Dieses Handeln sei durchaus in die heutige Zeit zu übertragen.

„Wie viel zunächst unverdiente Liebe schenken Eltern ihren Kindern? Unser Glaube und die Schrift erlauben uns, den Auftrag Jesus zu erfüllen, der lautet: Liebt einander!“, erklärte der Gastprediger. Maria zeige uns, dass wir nicht alles auf Anhieb verstehen müssten. „Wir sind eingeladen, immer und immer wieder nachzudenken. Und dies in der Gewissheit, dass ein Scheitern nicht tragisch ist, denn wir dürfen immer wieder neu beginnen. Gott lässt niemanden im Stich. Wir sind erlöst, wenn wir unseren Glauben ernstnehmen!“

Dies zu begreifen und unverdiente Liebe weiterzugeben, sei die Herausforderung, der sich Christen stellen müssten. „Gott ist treu, weil er uns unendlich liebt. Lassen wir uns auf diese Treue ein. Ich bin überzeugt davon, dass es sich lohnt, dieses Angebot anzunehmen“, forderte Erik Pühringer, der abschließend unterstrich, dass der Glaube, die Gnade und die Schrift zu Gott führten, der für Menschen das Leben sei.

(ran)