Eschweiler: Haus Regina: Fertiggerichte kommen nicht auf den Teller

Eschweiler: Haus Regina: Fertiggerichte kommen nicht auf den Teller

Wenn der Duft von würzigem Braten und frisch gehackter Petersilie durchs Haus zieht, wissen die Bewohner: „Gleich gibt’s Essen!“ Und während die Frauen und Männer sich schon einmal in Richtung Essensaal oder auf ihre Zimmer begeben, herrscht in der Großküche der Senioreneinrichtung Haus Regina in Kinzweiler Hochbetrieb.

Küchenchefin Nadja Stiefelhagen und zehn weitere fleißige Helfer flitzen eilig hin und her. Insgesamt 220 Essen bereitet das Küchenteam täglich zu. Einige Essen gehen außer Haus, denn in der Großküche des Hauses Regina werden auch die Gerichte für die Häuser Maria in Hehlrath und Christina in Alsdorf zubereitet. Das Mittagessen besteht immer aus drei Gängen: Suppe, ein Hauptgericht (wahlweise mit Kartoffeln, Püree oder Nudeln) und Nachtisch. Dienstags und freitags können die Senioren sogar aus zwei verschiedenen Hauptgerichten auswählen.

Damit das alles gut funktioniert und reibungslos über die Küchentheke geht, ist eine gute Teamarbeit geboten. „Und die ist perfekt“, freut sich Nadja Stiefelhagen über ihre fleißigen und engagierten Mitarbeiter. Während die Köche kiloweise Gemüse, Kartoffeln und Fleisch verarbeiten und die Töpfe dampfen lassen, bereitet das Küchenpersonal schon einmal alles zum Abtransport in die Zimmer und Wohnungen vor. Alles muss schnell gehen, schließlich sollen die Gerichte heiß auf den Tisch kommen. Auf den Stationen warten schon die Schwestern und Pfleger. Alles geht Hand in Hand — schließlich möchten die älteren Herrschaften pünktlich essen.

Und während die Bewohner genüsslich ihren Mittagstisch zu sich nehmen, laufen in der Küche schon die Vorbereitungen für den Kaffeetisch und das Abendessen. Milchsuppen, Salate und verschiedene Brotsorten stehen allabendlich auf dem Speisenplan. Noch während der Vorbereitungen für die nächsten Speisen, rollen wagenweise Geschirrberge zurück in die Großküche. Abwaschen ist angesagt.

Frische und gesunde Kost ist der Küchenchefin und Ökotrophologin Nadja Stiefelhagen ein wichtiges Anliegen. „Bei uns wird alles hausgemacht, Fertiggerichte gibt es hier nicht! Wir verarbeiten täglich 40 Kilogramm frisches Gemüse (der Saison) und schälen 40 Kilo Kartoffeln.“ Dabei würden selbstverständlich auch die Wünsche der Bewohner berücksichtigt. Es gibt ein „Wunschbuch“ auf jeder Station, in dem die Frauen und Männer ihre Menüwünsche schreiben können und auch der Heimbeirat übermittelt einmal im Monat die Essenswünsche der Bewohner an Küchenchefin Nadja Stiefelhagen. Reibekuchen, Sauerbraten, Rinderrouladen, Hühnerfrikassee, gefüllte Paprika und Kohlrouladen stehen dabei ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Bewohner.

Rund 30 Gerichte bedürfen täglich einer besonderen Zubereitungsart. Denn einige der Bewohner haben Kau- und Schluckstörungen und können die Nahrung nur in pürierter Form aufnehmen. Und da im Haus Regina auch ein besonderes Augenmerk auf die Präsentation auf dem Teller gelegt wird, bringen die Köche passierte Kost wieder in Form. „Eine Bratwurst beispielsweise soll auch wie eine Bratwurst aussehen und Brokkoli wie Brokkoli“, erklärt Stiefelhagen. Das sei mittels Formen möglich. So können die Menschen ihr Essen beschwerdefrei genießen und sich über einen appetitlich angerichteten Teller freuen.

Gleich nach dem Mittagessen gehen die Vorbereitungen weiter für den Nachmittagskaffee, für das Abendessen und für das Mittagessen am nächsten Tag.

Ein Lob an unsere lieben Leser, die die Herzenswünsche der Bewohner des Hauses Regina unserer bisherigen Wunschzettel erfüllt haben. Einige wenige Zettel gilt es noch zu erfüllen. Suchen Sie sich Ihren „Kandidaten“ aus unserem Wunschzettel aus und rufen uns unter Telefon 5554930 an und stimmen mit uns ab, ob der Wunsch noch unerfüllt ist.