Eschweiler: Hauptschule Dürwiß steht auf der Kippe

Eschweiler: Hauptschule Dürwiß steht auf der Kippe

Die Zukunft des Hauptschulstandorts Dürwiß ist ungewiss: Die SPD-Fraktion will prüfen lassen, ob eine Zusammenlegung der beiden Eschweiler Hauptschulen sinnvoll ist. Im vergangenen Schuljahr entschieden sich lediglich 84 Schüler oder zwölf Prozent für diese Schulform.

„Allen muss klar sein, dass der Standort Dürwiß der zahlenmäßig schwächere ist”, macht der städtische Schulreferent Dieter Kamp deutlich, dass eine Fusion dazu führen kann, dass sich die verbliebene Hauptschule dann in Stadtmitte befindet.

Entschieden ist nichts, aber der Antrag lässt bereits eine Tendenz erkennen: „Die Entwicklung zeigt, dass die Akzeptanz der Hauptschulen trotz engagierter Arbeit der Kollegien und Schulleitungen in der Bevölkerung und vor allem bei den Eltern massiv sinkt”, heißt es in dem von SPD-Fraktionschef Leo Gehlen unterzeichneten Schreiben.

Den beiden Schulleitern der Hauptschulen, Leo Rott (Dürwiß) und Birgit Schultes-Zartmann (Stadtmitte), waren die Ideen der SPD bis am Mittwoch nicht bekannt. Der Dürwisser Schulleiter zeigt aber durchaus Verständnis für die Überlegungen der Sozialdemokraten.

Allerdings hält er eine große Hauptschule aus pädagogischer Sicht für bedenklich, da damit auch die Klassengrößen steigen: „Wir Pädagogen sind für die Schüler in vielfacher Hinsicht auch Vater- und Mutterersatz”, betont er.

Es geht ums Geld, wobei die Hauptschule Stadtmitte bereits aus allen Nähten platzt. „Es muss auch in die Überlegungen einfließen, ob ein Ausbau finanziert werden kann”, räumt Dieter Kamp ein.

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