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Eschweiler: Guter Wille allein reicht bei Pflegeeltern nicht

Eschweiler : Guter Wille allein reicht bei Pflegeeltern nicht

Neue Pflegeeltern aus dem Jugendamtsbereich des Kreises Aachen (Baesweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath) und aus der Stadt Eschweiler haben jetzt ein spezielles Vorbereitungsseminar beendet.

Sie warten gespannt und freudig auf ihre neue Aufgabe, für Kinder Pflegeeltern zu werden. Kindern, die nicht bei ihren Eltern leben können, trotzdem die Chance eines familiären Aufwachsens zu bieten, ist ein wichtiges Ziel der Jugendhilfe. Aus diesem Grunde werden ständig Pflegeeltern gesucht, die bereit sind Kinder aufzunehmen, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht in ihren Familien leben können.

„Diese Tätigkeit braucht eine gründliche Vorbereitung” stellt Marianne Werden-Bergs, vom Kreis Aachen heraus. „Unsere Bewerber erwerben hier Kenntnisse über die pädagogischen und psychologischen Aspekte von Fremdunterbringungen und erhalten auch rechtliche Informationen.”

Engagement, Geduld und Toleranz sind wesentliche Voraussetzungen für die Arbeit als Pflegeeltern. „Unsere Pflegekinder sind Teil von zwei Familiensystemen - ihrer leiblichen Familie und der Pflegefamilie. Bewerber sollen in der Lage sein, Kontakte des Kindes mit seinen Eltern zu unterstützen,” weiß Silvia Frings vom Stadtjugendamt Eschweiler.

Wie dies gelingen kann, wurde den Seminarteilnehmern in sechs Abenden und einem Abschlusswochenende, an dem auch die leiblichen Kinder teilgenommen haben, ausführlich vermittelt.

Beim Wochenendseminar in der Stadt Kyllburg/Eifel wurde bei gutem Wetter und angenehmer Atmosphäre jede einzelne Familie in den Mittelpunkt gerückt. Das Seminar, so der einhellige Tenor aller Eltern, habe für die Aufgabe motiviert und auch Spaß gemacht.