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Indestädtisches Oktoberfest: Großartige Stimmung bei den Eschweiler Wiesn

Indestädtisches Oktoberfest : Großartige Stimmung bei den Eschweiler Wiesn

Das größte indestädtische Oktoberfest hat die zahlreichen Besucher begeistert. Da war es nicht verwunderlich, dass auf den Bänken die Menge tobte.

17.16 Uhr am Samstagabend – ein Treffen mit Bürgermeister Rudi Bertram. Gemeinsam macht man sich vom Parkplatz auf dem Weg in das 2000 Menschen fassende Zelt der Eschweiler Wiesn, der Fassanstich ruft. Man ist sich einig: Maßkrüge, Stimmungsmusik und tobende Mengen auf den Bänken – Geschmackssache, aber klar ist: Das größte indestädtische Oktoberfest zieht.

Eine Viertelstunde vor Beginn des zweiten Tages der Eschweiler Wiesn kam man ohne lange Warterei durch die Einlassschleusen, ein Indiz dafür, dass die Organisation durchdacht war und in ihrer Umsetzung funktioniert hat. Bevor man aber in den Genuss kam, in das blau-weiße und bis ins Detail dekorierte Festzelt einzutreten, blickte man auf dem Drieschplatz auf einen Vorplatz, die „Budenstadt“, wie der Bürgermeister sie lobte. Grillspezialitäten, Dampfnudel und Co, aber auch Schießbude und Lebkuchenherzen ergänzten bayrisch anmutend das, was sich drinnen abspielte.

Einige Besucher trudelten zwar etwas später ein, aber schon zum Fassanstich waren die Reihen voll. Erwartungsvoll optimistisch blickten die Veranstalter um Michael Hilgers auf einen stimmungsvollen Abend, denn während am Freitag, dem ersten Tag, rund 1.400 Menschen gekommen waren, war der Samstag ausverkauft.

2000 Feierwütige, die am Anfang den Worten von Wiesn-Moderator Marc Engelhardt lauschten, für den es als Karnevalspräsident neuartig und sonderbar war, an zwei Tagen direkt hintereinander die gleiche Anmoderation durchzuführen. Die bestand überwiegend aus Dankesworten an die Veranstalter, die Stadt, die Kooperationspartner und die Sponsoren, die das Fest ermöglicht hatten.

So wie am Freitag nahm Bürgermeister Bertram sodann den Knüppel in die Hand und schlug das Fass an. Es brauchte nicht viele Hiebe und das Bier floss, die Menge jubelte. Worin die Wiesn aber dann doch einen Unterschied machten, war das Bühnenprogramm. Mit Ausnahme der beiden DJs und der Adortaler Musikanten, die wohl das längste Set aufwiesen und immer wieder in bayrischer Manier musizierten, wurden keine Kosten und Mühen gescheut, hochkarätige Stimmungskanonen zu engagieren.

Am Freitag waren dies Ina Colada, Miljö, Oli P. und Almklausi. Die bunte Mischung aus Schlager, Ballermann und Karneval setzte sich auch am Samstag fort. Nach den Klängen von Rosamunde und den vielen ersten Maßkrügen, die bei den Zweitausend wohl bereits verzehrt worden waren, zündete Anna-Maria Zimmermann das erste Gute-Laune-Feuerwerk. 100.000 leuchtende Sterne – die Menge zückte die Handytaschenlampen und sang heiter mit, da war es erst 19.30 Uhr.

Etwa eine Stunde später gab es dann kein Halten mehr, in Umkreis der Bühne kam man kaum noch durch, so enthusiastisch verfolgten die feschen Madl und flotten Buam den Auftritt von Kasalla. Die Kölner Größe rockte mit ihren eingängigen Hits, kurze Zeit später dann Blasmusik-Eskalation mit Druckluft. Der letzte Live-Act war mit Künstlerin Anny schließlich der Schwenk zurück Richtung Ballermann.

Laut „Timetable“ war eine Stunde nach Mitternacht Schluss und doch wurden noch in den frühen Morgenstunden Dirndl und Lederhosen in der Stadt gesichtet. Sicher ist: Die Neuauflage der Eschweiler Wiesn lief erfolgreich über die Bühne, das nächste Jahr kommt und einige der Künstler stehen schon fest.