Eschweiler: Groß bleibt trotz Kritik Vorsitzender des Schulausschusses

Eschweiler: Groß bleibt trotz Kritik Vorsitzender des Schulausschusses

Eigentlich wollten alle Parteien die Debatte öffentlich führen. Aber Justizia machte einen Strich durch die Rechnung: Um „Schäden an Dritte” abzuwenden, sprach der Schulausschuss am Mittwoch hinter verschlossenen Türen über die Diskussion um den Vorsitzenden Manfred Groß (CDU).

Schon im Vorfeld wurde deutlich, dass zumindest SPD und Grüne seinen Rücktritt forderten. Ihr Argument: Die Arbeit im Ausschuss sei jetzt belastet. Der Christdemokrat räumt seinen Stuhl allerdings nicht.

In einer persönliche Erklärung legte Groß den Ausschussmitgliedern dar, was ihn im November des vergangenen Jahres dazu veranlasst hat, sich ans Schulministerium des Landes zu wenden: „Es war mir allein daran gelegen, den Sachverhalt zu klären, eine fundierte Äußerung des Ministeriums zu den erhobenen Vorwürfen zu erhalten und so die Diskussion zu versachlichen.”

Als Vorsitzender habe er die Aufgabe, genau dies zu tun. Er verwahre sich dagegen, deswegen als Denunziant bezeichnet zu werden. „Dass der Sprecher der Schulleiterkonferenz zur Bezirkregierung zitiert wurde, war und ist nicht von mir beabsichtigt worden”, so Groß. Jeder müsse im Ausschuss seine Meinung äußern dürfen, ohne „zur vorgesetzten Dienststelle zitiert zu werden”.

Der angesprochene Sprecher der Schulleiterkonferenz, Gerd Schnitzler, glaubt den Worten von Groß nicht: „Ich erwarte von einem Schulausschussvorsitzenden, erst recht, wenn dieser selbst Lehrer, Schulleiter und Mitglied des Personalrates war, dass er weiß oder einschätzen können sollte, welche Reaktionen des Ministeriums und der den Schulen vorgesetzten Stellen er durch seine Handlungsweise provoziert.”