Eschweiler: Grippewelle: Aufs Küssen und Knuddeln jetzt lieber mal verzichten

Eschweiler: Grippewelle: Aufs Küssen und Knuddeln jetzt lieber mal verzichten

Jetzt hat die Influenza auch das Rheinland erwischt. Trotz sonniger Tage und erster Frühlingsgefühle ist die aktuelle Grippewelle vom Nordosten Deutschlands nun auch nach Eschweiler geschwappt. Zurzeit erreicht sie einen neuen Höhepunkt.

„Mit einer Influenza ist nicht zu spaßen“, weiß der Ärztliche Direktor des Hospitals, Privatdozent Dr. Alexander Bach. „Alleine in Deutschland sterben jährlich mehr als 5000 Menschen an der Viruserkrankung und ihren Folgen. Meist überträgt sie sich über Tröpfcheninfektion, das heißt, die Viren gelangen beim Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch. Die Grippe überfällt den Körper plötzlich und mit voller Wucht. Wer die typischen Symptome wie ein starkes Krankheitsgefühl, Schüttelfrost, Fieber, Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen hat, wendet sich am besten an einen Arzt. Denn wenn die Influenza unbehandelt bleibt, drohen ernste gesundheitlich Komplikationen.“

Wer noch nicht betroffen ist, sollte aufpassen und einfache aber wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Erreger finden sich auf Türklinken, Tastaturen oder Telefonen und übertragen sich rasant: „Die richtige Hygiene ist in der Grippezeit das A und O“, weiß Hygienefachkraft Astrid Engels und rät dazu, Menschenansammlungen, voll besetzte Busse und Bahnen oder Fahrstühle möglichst zu meiden. „Der beste und wichtigste Schutz ist häufiges Händewaschen“, sagt sie und ergänzt: „Außerdem sollte man Abstand zu anderen Personen halten, auf Händeschütteln, Küsse und Umarmungen verzichten und mit den Händen fern vom Gesicht bleiben.“

Wer dennoch erkrankt „bleibt am besten zu Hause, damit er andere nicht ansteckt“, sagt Engels. Auch richtiges Niesen und Husten hilft, dass sich Viren und Bakterien nicht weiter verbreiten.

„Wer niesen oder husten muss, sollte Abstand zu anderen halten, ein Papiertaschentuch oder zur Not die Armbeuge benutzen“, rät sie. „Danach bitte die Hände waschen und das Papiertaschentuch direkt in den Mülleimer schmeißen. Eine Sammlung in Rock- oder Hosentasche sollte man unbedingt vermeiden.“ Der beste Schutz vor einer Grippe ist ein gutes, belastbares Immunsystem. Besonders gefährdete Personen wie Senioren, Menschen mit chronischen oder Immunerkrankungen und Schwangere sollten sich rechtzeitig mit einer Grippeschutzimpfung vorsorgen.

Wer langfristig vorbeugen will, achtet auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, genügend Flüssigkeit, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf. So ist man auch für zukünftige Virenattacken bestens gewappnet.

Mehr von Aachener Zeitung