Eschweiler: Greg Koch: Davon können viele Gitarristen nur träumen

Eschweiler: Greg Koch: Davon können viele Gitarristen nur träumen

Ein vor Spielfreude geradezu sprühender Greg Koch bot mit seinem Quartett am Dienstagabend im Kulturzentrum Talbahnhof vielleicht eines der besten Konzerte aus der Reihe „Blues meets Rock” in diesem Jahr. Die Band war auf einer Art Energie-Hoch und blies den rund 100 Gästen den dichten Klangkörper nur so um die Ohren.

Mit Malford Milligan (Gesang), Del Bennett (Schlagzeug) und Tom Goode (Bass) besitzt Ausnahmegitarrist Greg Koch eine schlagfertige Truppe, die spielerisch leicht zwischen Funk, Blues, Rock, Country und Soul wechseln kann.

Mit „Clean Livin”, dem Titelsong der neuen CD „Nation Sack” wählte die Band einen unterhaltsamen Einstieg, gefolgt von einer geradezu brachialen Version von „Going Down”. Aber es ging bei weitem nicht nur um Dezibel, sondern auch um äußerst gefühlvolle Interpretationen bekannter Klassiker. John Lennons „Jealous Guy” oder der „Stormy Monday Blues” waren tolle Spielfelder für die ausdrucksstarke Gesangs-Röhre von Malford Milligan.

Greg Koch wiederum glänzte einmal mehr mit dem Surf-Hit „Misirlou” von Dick Dale, der seit der Wiederentdeckung in Quentin Tarrantinos Film „Pulp Fiction” Kultstatus erreicht hat. Koch ist gerade wegen seiner Vielseitigkeit eine Art internationaler Botschafter des US-Gitarrenbauers Fender und bewies auch am Dienstag immer wieder, wie leicht es ihm fällt, die Stile vieler anderer Gitarristen aus verschiedenen Epochen in sein eigenes Spiel zu integrieren.