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Eschweiler: Gottes Wort im „Tanzschuppen”

Eschweiler : Gottes Wort im „Tanzschuppen”

„Wir sind zusammengekommen, um die Geburt Jesu zu feiern.” Eigentlich ist dies keine überraschende Botschaft für den 1. Weihnachtstag, die Pfarrer Friedhelm Schippers verkündete.

Doch der Ort, wo dies geschah, war ungewöhnlich. Dort, wo sonst Techno, HipHop, House oder Dancefloor den Rhythmus bestimmen, erklangen nun christliche Gospelsongs. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr fand erneut ein Gospelgottesdienst in der Discothek „Klejbors Entertainment Factory” statt.

Und auch die zweite Veranstaltung dieser Art kam hervorragend an. Zahlreiche Gläubige waren der Einladung gefolgt und feierten mit Pfarrer Friedhelm Schippers, Kantor Gerhard Behrens, der „Trinity Gospel Company”, den „Heavenly Voices” sowie der Band „Quite Mum” in der „Arena” stimmungsvoll die Geburt von Gottes Sohn.

„Zum Feiern gehört Musik. Singen und machen sie einfach mit”, forderte der Geistliche der evangelischen Kirchengemeinde die Gottesdienstbesucher auf.

Diese ließen sich dies nicht zweimal sagen. Klatschend begleiteten sie die Songs „Glory to God almighty” und „O happy day”. Besinnlich wurde es, als die Chöre das feierliche Lied „Little town of Bethlehem” anstimmten. Nach dem Lukas-Evangelium folgte eine deutliche Aufforderung: „Praise ye the Lord”.

In seiner Predigt erzählte Pfarrer Friedhelm Schippers die Geschichte von Josef und Maria, in die Gegenwart versetzt, aus der Sicht eines Türstehers: Ein „seltsames Paar” kommt vor die Tür der Diskothek und fragt nach einer Unterkunft. In einem nahegelegenen Schuppen untergebracht, erkennt der Türsteher, dass dieser bald mehr Menschen anlockt, als „sein Vergnügungsschuppen”.

Dann erinnerte der Pfarrer seine Zuhörer daran, „dass es auch an einem so frohen Tag wie heute, unzählige Menschen gibt, denen es nicht gut geht”.

Unter diesem Stern stand auch die Kollektensammlung, die an das Kinderhospiz „Regenbogenland” in Düsseldorf geht. „Dort wird totkranken Kindern ermöglicht, die letzten Wochen ihres Lebens in Würde zu verbringen”, so Friedhelm Schippers, der sich über die gesammelten 420 Euro freute.

Die ohnehin schon feierliche Stimmung wurde noch einmal gesteigert, als während des Songs „Shine your light” mit Kerzen „die Lichter der Hoffnung” sowohl bei den Sängerinnen und Sängern als auch im Publikum angezündet wurden. Das gemeinsame Gebet „Vater unser” rundete das Bild eines etwas anderen, aber absolut gelungenen Gottesdienstes ab.

Natürlich nicht ohne weitere Kostproben des Könnens der „Trinity Gospel Company”, der „Heavenly Voices” sowie von „Quite Mum”, die sich großartig ergänzten. Mit „Celebrate” sowie „Hallelujah, salvation and glory” zogen sie die Gäste nochmals in ihren Bann, bevor das Lied erklang, das auch Motto des Gottesdienstes hätte sein können: „Jesus is the light of the world”.