50. Jubiläum: Goldhochzeit bei Danuta und Helmut Panitz

50. Jubiläum : Goldhochzeit bei Danuta und Helmut Panitz

Noch lässt sich ein Blick darauf werfen, was sich das ganze Leben über ansammelte und in der Ehe von Danuta und Helmut Panitz so eine besondere Stelle einnahm. Das Ehepaar, das am Freitag seine Goldhochzeit feiert, hat nämlich einen ganz außergewöhnlichen Schatz in ihrer Wohnung.

Der aus Oberschlesien stammende Helmut Panitz besitzt zahllose, aus Steinkohle geschnitzte Figuren und Bildnisse, die an die besondere Geschichte der Ressource erinnern. Bergwerksfiguren, die heilige St. Barbara und sogar die Freiheitsstatue wurden handgefertigt in der alten Heimat des Ehepaares. Die Region zwischen Zabrze und Katowice besitzt eine ähnlich traditionelle Bergbaugeschichte wie sie das Ehepaar vor 40 Jahren in ihrer neuen Heimat in Eschweiler vorfand.

Der heute 76-Jährige, der in seiner Arbeitszeit als Hilfsgerätefahrer bei Rheinbraun tätig war, pflegte stets seine Tradition und musste so manchen ungläubigen Zuhörer davon überzeugen, dass es wirklich möglich sei, solch detailgetreuen Figuren aus der Kohle zu schnitzen.

7000 Anstecker aus dem Fußball

Doch es sollte nicht die einzige Sammlung bleiben: Der leidenschaftliche Alemannia-Fan kann (noch) rund 7000 Anstecker aus dem Fußball vorzeigen und auch weitere Devotionalien von Borussia Dortmund bis zum heimischen Club aus Zabrze schmücken das Zimmer. Doch nun sollen sich neue Besitzer für viele seiner Schmuckstücke finden. „Wir haben unser ganzes Leben gesammelt, jetzt ist es einfach zu viel“, erklärt Danuta Panitz, warum sie von zahlreichen Erinnerungsstücken Abschied nehmen.

Auch wenn es für das Paar „am Anfang nicht so leicht war“ in Eschweiler, so Helmut Panitz, sind sie trotzdem froh, wie ihr Leben gelaufen ist. Zusammen haben sie viele Stunden in ihrem Schrebergarten verbracht, der von Fußball-Fan Helmut Panitz zur Überraschung seiner Frau auch schon in einer schnellen Aktion Schwarz-Gelb gestrichen wurde. Ebenso kamen Urlaube nicht kurz, die sich durch viele Kreuzfahrten auszeichneten.

Auf Sitzbank kennengelernt

Ihre Goldhochzeit soll nun in ruhigerem Rahmen, mit ihrer Tochter und ein paar Gästen, mit einer kirchlichen Messe stattfinden. Dabei geben nicht nur die vielen Sammlungsstücke Anlass, sich an die gemeinsame Zeit zu erinnern. Bis hin zurück, als der damalige polnische Soldat seine zukünftige Frau auf einer Sitzbank im Dorf kennenlernte.

„Und wenn ich sie nochmal getroffen hätte, hätte ich sie wieder geheiratet“, stellt Helmut Panitz klar fest. Kein Wunder, wenn man so viel Besonderes gesammelt hat und der wichtigste Fund des Lebens doch immer an der Seite war.

(cheb)