Geschichtsverein zeigt Bilder im Eschweiler Rathaus

Geschichtsverein präsentiert Ausstellung : Kalkgewinnung gehört zu Eschweiler

In Eschweiler haben der Stein- und Braunkohlenbergbau sowie der Erzbergbau eine wichtige Rolle gespielt. Die Gewinnung und Verarbeitung von Kalk hatte in den vergangenen Jahrhunderten aber auch für die Stadt große Bedeutung.

Der Arbeitskreis 4 des EGV – Industrie- und Gewerbegeschichte – unter Leitung von Dr. Berthold Drube, hat die Kalksteinbrüche und die Kalkwerke, die sich im heutigen Stadtgebiet von Eschweiler befanden und zum Teil noch erhalten sind, erforscht.

Hierüber wird in der neuen Schriftenreihe des EGV, Nummer 31, ausführlich berichtet. Schwerpunkte der Kalkerzeugung waren die Lagerstätten bei Hastenrath und bei Röhe. Das Hastenrather Kalkwerk kennen die meisten und der Kalksteinbruch ist noch in Betrieb.

Die Stadtverwaltung von Eschweiler bot die Möglichkeit, im Foyer des Rathauses eine Ausstellung zu diesem Thema einzurichten. Die Ausstellung wird zwischen dem 19. und 23. November zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen sein. Schulklassen können nach Anmeldung ab dem 20. November durch die Ausstellung geführt werden.

Es werden viele historische und aktuelle Fotos, geologische und geographische Karten, technische Zeichnungen und Skizzen sowie Ausschnitte aus dem Aufsatz gezeigt.

Dieser beginnt mit der Übersicht über die Kalkvorkommen. Interessant ist auch die Bezeichnung Kohlenkalk, da zur Zeit der Entstehung unserer Steinkohle auch Kalklager gebildet wurden, erdgeschichtlich in der Karbonzeit und außerdem in der Devonzeit.

Die Gewinnung von Kalksteinen, das Kalkbrennen und die Kalkverwertung werden gezeigt mit den Hauptanwendungsgebieten Bauindustrie, Metallurgie, Landwirtschaft und anderem.

„Unsere Arbeit wurde erfreulicherweise von Eschweiler Bürgern und Experten der Kalkindustrie unterstützt. Der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie hat zusätzlich Informationsmaterial bereitgestellt, das viel Wissenswertes über Kalk enthält. Die Bedeutung von Kalk für Mensch und Natur ist nicht groß genug einzuschätzen. Es gipfelt in der Werbeaussage des Hastenrather Kalkwerkes, Wwe. Wilhelm Meyer:

„Kalk ist Leben“, so Kurt Manthey, Vorsitzender des EGV und Mitglied des Arbeitskreises 4. Er wird die Ausstellung anlässlich der Vorstellung der neuen Schriftenreihe, Nummer 31, am 19. November um 14 Uhr eröffnen und Dr. Berthold Drube wird in einem kurzen Referat in die Ausstellung einführen.

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