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Aachen/Eschweiler: Gemeinsames Gewerbegebiet: Plan zwischen Eschweiler und Aachen steht

Aachen/Eschweiler : Gemeinsames Gewerbegebiet: Plan zwischen Eschweiler und Aachen steht

Das gemeinsame Gewerbegebiet von Aachen und Eschweiler nimmt konkrete Formen an: Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Aachen bespricht am Mittwoch unter anderem das Gewerbeflächenkonzept der Städteregion.

Die beiden Stadtverwaltungen haben zwischenzeitlich eine Absichtserklärung vereinbart, um Flächen zu untersuchen und darauf aufbauend präzisere Kooperationsmöglichkeiten zu klären.

Die Stadt Aachen hat nicht nur mit der Eschweiler Verwaltung Gespräche geführt, sondern hat auch mit Herzogenrath und Würselen Möglichkeiten ausgelotet. „Insbesondere Eschweiler verfügt über relevante Flächenreserven“, heißt es von der Aachener Stadtverwaltung. Sie stützt diese Einschätzung auf Zahlen der AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH). Sie geht davon aus, dass die Stadt Aachen bis zum Jahr 2035 einen Bedarf an Gewerbeflächen in der Größenordnung von 222,7 Hektar hat — allerdings stehen nach AGIT-Berechnungen nur 90,1 Hektar zur Verfügung. Nun kommt Eschweiler ins Spiel: Dort werden von den möglichen 71,1 Hektar nur 49 Hektar benötigt.

In der Ausschussvorlage wird die Aachener Stadtverwaltung konkret, welche Areale in Eschweiler interessant sein können: „Die großen Flächenreserven in Eschweiler befinden sich strategisch günstig vor allem zwischen der Bundesautobahn 4 und 44 entlang der sogenannten Rue de Wattrelos, etwa 13 Autominuten von der Aachener Innenstadt entfernt. Zum Vergleich Innenstadt-Pascalstraße = etwa 18 Minuten“, heißt es.

Nach wie vor wollen sich sowohl Aachen als auch Eschweiler an den weiteren Gesprächen auf städteregionaler Ebene zur Prüfung eines Gewerbeflächenpools beteiligen. Allerdings sitzen dann auch mehr Gesprächspartner am Tisch. „Ein solcher Pool könnte für verschiedene Kommunen eine Lösungsalternative aufzeigen, muss aber die Interessen von mehreren Beteiligten integrieren und erhöht damit die Abstimmungsaufwände bei Planung, Verwaltung und Vermarktung“, schreibt die Stadtverwaltung Aachen.

Bei der Bezirksregierung arbeitet man aktuell am neuen Regionalplan, der unter anderem die Gewerbegebiete in den Kommunen zeigt.

(pan)