Eschweiler: Gelebte Ökumene mit lebensfrohem Jazz

Eschweiler: Gelebte Ökumene mit lebensfrohem Jazz

Ökumene im wahrsten Sinne des Wortes, gepaart mit mitreißender Musik, dürfen die Teilnehmer des Gospelgottesdienstes erwarten, der am Sonntag, 27. August, im Rahmen des Eschweiler Music Festivals in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gefeiert wird.

Um 11 Uhr läuten die Musiker der Renew Brass Band der Eschweiler Jazz & Street Academy mit Bandleader Fats Lumma an der Spitze im „New-Orleans-Stil“ das besondere Ereignis ein, an dem die Evangelische Kirchengemeinde Eschweiler, die Freie evangelische Gemeinde, die Agape Gemeinde sowie die Katholische Pfarre St. Peter und Paul als Gastgeber beteiligt sein werden.

Doch was macht eigentlich den außergewöhnlichen Reiz des Gospels à la New Orleans aus? „Während die weißen Religionsgemeinschaften in der Regel die große Kirchenorgel mit kontemplativ-besinnlicher Kirchenmusik bevorzugen, lieben die farbigen Christen mehr die expressiv ausdrucksstarke Gottesverehrung — laut und rhythmisch wie beim Straßenjazz“, erklärt Fats Lumma.

Der ökumenische EMF-Gottesdienst wird auch diesmal wieder in diesem Sinne gestaltet. Mit von der Partie sind einige Musiker, die in ihrem Leben schon häufig den Sonntagsgottesdienst in der Jazzgründerkirche St. Augustine im Stadtteil Tremé der Südstaatenmetropole New Orleans erleben durften, seinerzeit bei Father Le Doux. Dieser in seiner Heimatstadt legendäre Priester bot in Kooperation mit Dr. Klaus „Fats“ Lumma nach dem zerstörerischen Hurricane Katrina, der New Orleans im Jahr 2005 heimsuchte, auch die ersten posttraumatischen Therapien in seiner Kirche an. „Wir holen immer wieder den Charakter dieser expressiven Musik hierher nach Eschweiler und freuen uns darüber, dass sie auch hier Zuspruch finden“, unterstreicht Lumma.

So dürfte der Gospel-Gottesdienst einen großartigen Auftakt des Abschlusstags des EMF 2017 darstellen. Übrigens: Wer im Anschluss daran beim „Kölner Sonntag“ dabei sein möchte, sollte nicht mehr viel Zeit verstreichen lassen — es sind nur noch wenige Restkarten zu erhalten.

(ran)
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