Eschweiler: G8- oder G9-Abitur? Städtisches Gymnasium will Turbo abschalten

Eschweiler: G8- oder G9-Abitur? Städtisches Gymnasium will Turbo abschalten

Spätestens ab dem Schuljahr 2019/2020 soll das Abitur nach neun Jahren (G9) wieder der Regelfall sein. Darauf haben sich in Düsseldorf CDU und FDP bei ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt. Allerdings soll Schulen, die beim bisher geltenden G8-Modell bleiben wollen, dies ermöglicht werden.

Wie gehen die Eschweiler Gymnasien mit der Entscheidung um? Carsten Gier, Leiter der Bischöflichen Liebfrauenschule, kann dies nicht abschließend beantworten. „Ich habe mich mit dieser Sachlage noch nicht fundiert auseinandersetzen können. Allerdings habe ich immer gesagt, dass ich eine einheitliche Lösung für die beste halte, damit es nicht zu einer Konkurrenz zwischen einzelnen Schulen kommt.“

G8 sei inzwischen eingespielt, G9 bedeute erneut einen Umbruch. „Aber wenn diese Umstellung nicht Hals über Kopf, sondern ruhig und wohlüberlegt angegangen wird, ist das im Endeffekt wohl die bessere Lösung für unsere Schüler.“

Im Städtischen Gymnasium wurde schon seit langem Unzufriedenheit mit dem 2006 umgesetzten G8-Modell laut. Schon im vergangenen Jahr hatte die Schule — mit Unterstützung der Stadt — bei der Bezirksregierung beantragt, zum G9-Modell zurückkehren zu dürfen. An dieser Haltung hat sich laut Schulleiter Wilfried Grunewald nichts geändert: „Es gibt einen klaren Beschluss in unserer Schule, nach Möglichkeit zum G9 zurückzukehren, weil uns das Jahr mehr in der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler wichtig ist.“

Allerdings werde man darüber sprechen, das sogenannte „Drehtürmodell“ anzuwenden. Dieses ermöglicht Schülern, eine Klasse zu überspringen. Ein paralleles G8/G9 an einer Schule lehnt er ab.

Mehr von Aachener Zeitung