Eschweiler: Fütterverbot setzt fette Enten auf Diätkurs

Eschweiler: Fütterverbot setzt fette Enten auf Diätkurs

Eschweilers Enten sind ins Gerede gekommen. Besonders die wohlgenährten Exemplare am Blausteinsee rücken in den Fokus des öffentlichen Interesses. Genauso wie deren bereitwillige Fütterer.

Denn das ist offiziell nicht erlaubt. Auch wenn einige Besucher sich scheinbar nichts Schöneres vorstellen können, als nach einem Spaziergang die gefiederten Freunde von Blausteinsee-Ufer und Seebühne aus zu füttern, das Ganze hat eine Menge negative Auswirkungen.

Neben einer ausufernden Entenpopulation verschlechtert sich auch die Wasserqualität durch die Fütterorgien zunehmend. Um wieder Herr der Lage zu werden, kommen schon bald Verbotsschilder. Heinz Rehahn, Geschäftsführer der Blausteinsee GmbH: „Zur Zeit wird ein Gutachten von der Unteren Wasserbehörde erstellt. Darin gibt es die dringende Empfehlung, das Füttern einzustellen.” Die LS-Werkstätten fertigen die Schilder daher momentan an. Aufgestellt werden sie dann am kommenden Mittwoch, 11. März. Aufschrift: „Füttern der Seevögel verboten”.

„Wir sind selbstverständlich dafür, dass sich die Tiere am Blausteinsee auf natürliche Weise ausbreiten”, erklärt Heinz Rehahn speziell mit Blick auf die ausgewiesenen Naturschutzgebiete. Doch wenn der Entenbestand durch eine übermäßige Fütterung zunimmt und so auch die Wasserqualität, unter anderem durch den Kot der gefiederten Schwimmer, leide, müsse man eben eingreifen. So heißt es dann ab Mittwoch: Füttern verboten.