Eschweiler: Für einen neuen Marktplatz gibt es Geld vom Land

Eschweiler: Für einen neuen Marktplatz gibt es Geld vom Land

Das Geld war schon im städtischen Haushalt verplant, am Donnerstag wurde der Bescheid offiziell überwiesen: Das Land fördert die Sanierung der nördlichen Innenstadt mit 1,86 Millionen Euro. Die Gesamtkosten betragen 2,34 Millionen Euro.

Die Differenz muss die Stadt selbst aufbringen. Regierungspräsidentin Gisela Wals­ken überreichte den Förderbescheid. Eschweiler ist eine von zehn Städten im Land, die einen derart hohen Zuschuss für die Sanierung der Innenstadt erhält.

Mit dem Geld soll der Marktplatz attraktiver gestaltet werden. An der Ecke Englerthsgärten/Peter-und-Paul-Straße soll eine Grünfläche entstehen. Das Konzept für die nördliche Innenstadt muss zuvor allerdings noch verfeinert werden. In den nächsten Schritten wird auch die Wollenweberstraße und die Indestraße überplant. Dazu wollen die Kommunalpolitiker auch die Bürger mit ins Boot holen.

Die Grünen sprechen sich derzeit als einzige Partei gegen eine Sanierung des Marktplatzes aus. „Diese Maßnahme ist unnötig, auch die Fördermittel kommen von Bürgern und sind Steuergeld“, argumentierte der Grüne-Fraktionschef Franz-Dieter Pieta. Allerdings will er an den Rückbau der Indestraße festhalten, die auch Bestandteil der nördlichen Innenstadt ist.

Die SPD-Fraktion verweist auf den vergleichsweise geringen Anteil der Stadt an der Umgestaltung des Marktplatzes: 76.000 Euro sind im nächsten Jahr, 161.000 Euro in 2015 fällig. „Wir hätten selbst nicht gedacht, dass wir so schnell einen Zuschuss erhalten“, sagte Leo Gehlen (SPD). Außer den Grünen unterstützen die anderen Parteien die Sanierungspläne der Stadt. Einen Rückbau der Indestraße hält die CDU allerdings nach derzeitigem Stand für „unrealistisch“, wie Bernd Schmitz betonte.

Der Zuschuss aus Düsseldorf lässt das Loch im städtischen Etat allerdings nicht schrumpfen. Die Summe war bereits im Zahlenwerk eingearbeitet. Im nächsten Jahr wird das Defizit über zehn Millionen Euro betragen. Erst in zwei Jahren wird ein leichtes Plus von derzeit kalkulierten 285.000 Euro erreicht.

(pan)
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