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Eschweiler-Dürwiß: Für Dürwiß 2 kann es nur besser werden

Eschweiler-Dürwiß : Für Dürwiß 2 kann es nur besser werden

Die vergangene Saison war wahrlich keine einfache für die Zweitvertretung von Germania Dürwiß. Insgesamt musste die Mannschaft 255 Gegentore hinnehmen, negativer Höhepunkt war eine 0:32-Niederlage gegen die Zweite der Sportfreunde Hehlrath.

Dennoch gab man — anders als viele andere Mannschaften in der Liga — nicht auf und zog die Saison durch, allen Klatschen zum Trotz. Trainer Frank Lowis glaubt aber daran, dass sich das Team in dieser Saison bessert. Niklas Coopmann hat mit ihm gesprochen.

Ist sich sicher, dass es aufwärts geht: Trainer Frank Lowis. Foto: Niklas Coopmann

In der vorigen Saison hat es viel Prügel für Ihre Mannschaft gegeben. Haben sie Hoffnung, dass es diese Saison besser wird?

Lowis: Ja! Wir sind in einem Neuaufbau. Wir haben uns wegen ihres Verhaltens von einigen Spielern getrennt. Es sind viele neu hinzugekommen. Wir haben gute Aussichten, alle ziehen gut mit. Ich bin positiv für die neue Saison gestimmt.

Warum hat Ihre Mannschaft denn so oft und so hoch verloren?

Lowis: Es ist schwierig, aus einer Freizeitmannschaft eine Mannschaft zu formen, die über 90 Minuten spielen kann. Ich habe die Mannschaft im Oktober übernommen und gesehen, hier fehlt es an allen Ecken. Ich musste von Grund auf neu anfangen: konditionsmäßig, spielerisch, taktisch, da hatte ich genug Arbeit mit. In der Rückrunde hat es sich dann schon gebessert, wir haben nicht mehr so häufig zweistellig verloren, haben sogar manchmal ein Tor geschossen.

Wie motiviert man denn eine Mannschaft, gerade in der Kreisliga D, nach so vielen Niederlagen? Und wie bekommt man überhaupt Woche für Woche eine Mannschaft zusammen?

Lowis: Man muss immer positiv reden. Mann muss niemanden runtermachen, sondern immer direkt aufbauen. Fehler müssen verziehen werden. Das ist auch mein Motto, ich will immer positiv bleiben. Wir haben immer genug Leute im Kader gehabt, auch wenn wir am Saisonende auch durch Verletzungen nur noch elf oder zwölf Spieler im Kader hatten. Aber wir haben gesagt, wir ziehen die Saison auf jeden Fall bis zum Ende durch. Und das haben wir dann auch geschafft.

Insgesamt fünf Mannschaften wurden in der laufenden Saison vom Spielbetrieb abgemeldet, eine ganze Menge, oder?

Lowis: Viele haben auch damit gerechnet, dass wir zurückziehen. Ich sehe sowas aber als Wettbewerbsverzerrung. Das ist unfair den anderen Mannschaften gegenüber, die schon gegen dich gespielt haben. Zur Not hätte ich die Saison auch mit neun Spielern zu Ende gespielt.

In dieser Saison soll es natürlich besser werden. Was sind Ihre Erwartungen?

Lowis: Die Erwartungen unsererseits sind hoch. Wir werden nicht mehr so sein, wie in der vergangenen Saison. Wir werden das Beste daraus machen. Ich kann jetzt schon sagen: Wir werden nicht Letzter! Wir werden einige Punkte holen. Da sind wir sehr zuversichtlich. Wir wollen mehrmals als Sieger vom Platz gehen.

Wie sind denn die Zukunftsaussichten der zweiten Mannschaft der Germania?

Lowis: Wir sind im Neuaufbau. Das Vorhaben ist, nach dieser Saison die Mannschaft so stabil zu haben, dass wir in der nächsten Spielzeit anfangen können, in die obere Tabellenregion vorzudrängen. Meine Ziel für diese Saison ist ein einstelliger Tabellenplatz.

0:1-Niederlage zum Auftakt

Am 1. Spieltag war die Verbesserung bereits erkennbar, auch wenn es gegen den Vorjahres-Vierten SG Stolberg III am Ende eine knappe 0:1-Niederlage gab. Nach gutem Beginn der Dürwisser Mannschaft wurde das Team durch eine schwere Knieverletzung, die eine fast halbstündige Unterbrechung nach sich zog, geschockt. Dennoch brachte das Spiel die Gewissheit, dass sich die vorige Saison nicht wiederholt.